Was ist das neue Normal?

Der Urlaub in Holland fand in einer Art Parallelwelt statt. Nahezu niemand dort verwendete einen Mund-Nasen-Schutz. Es gab zwar wirklich überall Desinfektionsspender, aber auch die Abstandsregeln schienen mehr für die damit markierten Steine auf dem Boden, als für die Menschen, die darüber gingen.

Holland, meine liebe auf den zweiten Blick. Wenn man in der Nähe zur holländischen Grenze aufwächst, kann man dich schon mal unterschätzen. Dabei bist du wirklich sooo schön!

Gab es in Holland kein Corona? Es ist interessant, wie unterschiedlich Länder und Menschen damit umgehen. Und wie schnell sich der gefühlte Sicherheitsabstand ändert und wie es sich anfühlt, wenn er dauernd unterschritten wird.

Jedenfalls sind wir wieder Zuhause. Seit wir im Dorf wohnen, haben wir eigentlich perfekte Ferienbedingungen für die Kinder: Wir haben das letzte Haus im Wendehammer, dahinter großer Sportplatz, dahinter „Wald“. Der Rest Einfamilienhäuser in der 30er Zone. Ich hatte gehofft, dass die Kinder viel draußen sind in den Ferien, mit anderen Kindern. Nur – diese fehlen. Also Kinder gibt es schon. Aber entweder sind sie im Urlaub, machen Ausflüge mit der Familie, oder die Eltern finden sie zu klein, um „unbeaufsichtigt“ durch diese gezähmte Wildnis zu ziehen.

Mir liegt es fern, das zu werten, auch weil ich weiß, warum es so ist und es früher nicht alles besser war. Ich seufze nur, weil ich zwei Kinder habe, die am liebsten mit anderen Kindern spielen und kaum mit ihrem Spielzeug.

Vorbereitungen für die Einschulung von Kind2. Das Basteln der Schultüte übernimmt der Mann. Wer mich kennt, weiß warum oder hat gelesen, wie es bei Kind1 lief…

Dafür entschädigen ein wenig Abende wie neulich, als der Mann und ich abends vorm Haus saßen (ist schon ein rebellischer Akt, VOR dem Haus zu sitzen und nicht hinten im Garten). Erst kamen die einen Nachbarn dazu, dann die frisch aus dem Urlaub zurück gekehrten anderen Nachbarn. In einem großen Stuhlkreis (Abstand!) sitzen wir im Vorgarten, sechs Erwachsene, sechs tobende Kinder.

Ist das das neue Normal? Abstand, Makse wo weniger Abstand und der Rest heißt Abwarten, bis es eine Impfung gibt? Den Kindern ist es inzwischen unmöglich zu erklären, warum bestimmte Dinge erlaubt sind und andere nicht und mir fällt es auch immer schwerer, das nachzuvollziehen. Und ja, auf der Ebene versteh ich die Protestierer. Wenn so unterschiedliche Dinge unterschiedlich geregelt werden, jedes Bundesland, ja jede Stadt ihr eigenes Süppchen kocht. Ich schicke die Kinder kommende Woche in die Schule, wo sie erst im Klassenverband und anschließend – theoretisch, ich weiß noch nicht, ob ich sie in den Ganztag schicke – in anders gemischten Kleingruppen und nachmittags dann wieder mit den Nachbarskindern unterwegs sind – aber Oma und Opa dürfen nicht mit zur Einschulung in die Kirche?! Ok, man muss sich immer wieder klar machen, dass die Regelungen nicht geschaffen werden, um möglichst viele Menschenleben zu retten, sondern um das „Gesundheitssystem nicht zu überlasten“, es sollen also nicht alle gleichzeitig krank werden. Dennoch sind viele Entscheidungen absurd.

Ich sehne mich nach Homeoffice ohne Kinder und habe gleichzeitig Angst, sie in die Schule und ins Verderben zu schicken. Es ist ein Unding, dass man als Eltern mit dieser Verantwortung allein gelassen wird. Die Infos darüber, wie ‚gefährdet‘ Kinder sind tröpfeln nur langsam, was das für „Risiko“gruppen gehört, wird ausgeblendet und wenn ich daran denke, dass bei einer Schließung wegen Infektionen wieder alles an den Eltern hängen bleibt, werde ich wütend.

Aber gut, ich schaue in diese kommende Woche, mit der Einschulung von Kind2 Einer Versammlung der Grünen, an der ich teilnehmen werde und einer hoffentlich erträglichen Hitzewelle…Bleibt gesund.

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Kalenderwoche 22 – CoronaChroniken

Montag – CatMonday

Ich werde um 5.20 wach. Diesmal nicht freiwillig. Katzenfauchen und -geschrei in unserer Einfahrt. Der unkastrierte Nachbarskater hat zum wiederholten Male eine unserer Katzen in die Ecke gedrängt und attackiert. Ich verscheuche ihn und locke unser Tierchen ins Haus.

Die Katz ist ganz schön desolat, lässt mich nicht an sie ran und verzieht sich in eine Ecke. Ich verabreiche ihr etwas Schmerzmittel und rufe in der Tierarztpraxis an. Da erreiche ich den ganzen Vormittag niemanden und komme eh erst frühestens am späten Nachmittag weg, wenn der Mann wieder mit dem Auto da ist.

Ich beobachte das Tierchen, dass sich einen Platz zum Schlafen im Garten gesucht hat.

Die Praxis meldet sich, um 18.15 Uhr können wir vorbei kommen. Zu der Zeit wirkt die Katze schon wieder relativ fit. Dennoch bin ich froh, dass der Tierarzt sie sich genau ansieht. Er entdeckt nur eine kleine Schramme an der Flanke, ich bekomme etwas Schmerzmittel mit und soll mich noch mal melden, sollte sich die Wunde entzünden oder das Tierchen auch nach einigen Tagen noch humpeln.

Zu Hause gehen der Mann und ich zu dem Nachbarn, von dem wir annehmen, er sei der Besitzer des Tieres. Die Info hatte uns dessen Nachbarin gegeben, die die Mutter des besten Kumpels von Kind1 ist (ihr blickt noch durch in dieser Soap?).

Das Gespräch ist ok, wir bitten ihn, den Kater kastrieren zu lassen, das ist hier im Kreis seit Januar ja auch Pflicht und neben weniger Kampflust könnte er auch weniger Katzen schwängern…seine Frau taucht auf und sagt, so weit würde ihr Kater ja gar nicht gehen, es gebe ja noch weitere Katzen, die so ähnlich aussehen. Hin – her – ja klar lässt der seinen Kater kastrieren, is ja kein Problem.

P.S.: Am nächsten Tag fahre ich mit dem Fahrrad zum Tante Emma laden und komme bei besagten Nachbarn vorbei. Die Nachbarin ist grade draußen – ihr Kater sitzt grad in der Einfahrt. Was soll ich sagen – es ist nicht das Tier, was unsere Katzen angreift, dieser Kater hier ist dunkler und runder und hat außerdem ein Halsband mit Plakette. Peinlich peinlich. Gut, die Suche nach dem Krawallkater geht weiter.

Mittwoch – alle außer Haus. Fast

Am Mittwoch sind laut Plan alle außer Haus. Das Schulkind hat Schule, das Vorschulkind zum ersten Mal seit März Kindergarten und ich einen Termin, der eigentlich kein Vergnügen ist, aber wenn man die letzten Tage von allen Seiten angemault wird, sich wie Me-Time anfühlt.

Wie sich rausstellt, sind wir mit dem Kindergartenkind einen Tag zu früh dran. Ja nun,  nachdem unser Wochenplan wochenlang leer war, muss man sich jetzt wieder neu sortieren.

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Wochenlang war er jetzt leer, der Wochenplan

Donnerstag

Der Mann fährt arbeiten und nimmt das Kindergartenkind mit zur Kita. Diesmal am richtigen Wochentag. Das Schulkind liegt im Vorgarten in der Sonne und ich arbeite ein wenig.

Um 12.30 hole ich das Kindergartenkind mit dem Roller ab. Während ich über den Zaun noch kurz mit der Erzieherin plaudere, lässt der Kleine den Roller los der schnurstracks in die Hintertür vom Auto der Kitaleitung knallt. Schramme. Bleibende Eindrücke können wir. Das regelt wohl hoffentlich die Haftpflicht.

Zu Hause mach ich ein schnelles Mittag aus Kartoffelpü, gebratenen Zwiebeln und Kohlrabiblättern (mein zweiter Verwertungsversuch nach dem Pesto) mit Veggiegyros.

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Kleine Gartenfreuden

Dann setz ich mich noch mal an den Schreibtisch (aka Esszimmer-, Mehrfachverwendungszwecktisch) während im Vorgarten die Kinder mit den Nachbarskindern toben. Etwas anstrengend, mit einem Ohr immer darauf zu achten, ob das jetzt vergnügliches Spielegeschrei oder schon Aua-Wehweh Geschrei ist.

Um 15.30 hat der Grundschüler ein Skype-Date mit einer “Nachhilfelehrerin” oder genauer: einer Person, die ihn beim Aufgaben machen begleitet. Wir Eltern sind dafür offenbar aus Kindessicht nicht geeignet, wir gelangen alle ganz schnell ans Ende unserer Geduldsfäden und wenn ich sage, dass 3×3=9 ist, glaubt mir der Grundschüler das noch lange nicht.

Darum haben wir um 17 Uhr auch einen Termin mit seinen Lehrerinnen. Zwei Stunden lang.

Thema Homeschooling/Wochenplan. Um das Fazit vorweg zu nehmen: Wir als Eltern laufen ihm nicht mehr hinterher, bieten ihm Hilfe an, er ist aber in der Verantwortung, mit den leeren Wochenplänen in die Schule zu gehen. Geht doch. Erstmal

Freitag.

Der Mann und das Vorschulkind machen sich um kurz nach acht auf den Weg. Der Grundschüler startet gemütlich in den Tag und ich versuche etwas Papierkram wegzuarbeiten. Gegen 13 Uhr holen wir K2 (das Vorschulkind) aus dem Kindergarten und gehen zum Tante Emma Laden hier im Dorf. Die Kinder haben sich nämlich einen Fernsehabend gewünscht, wie sie ihn bei der Sendung mit der Maus über Dänemark gesehen haben: Die Familie sitzt umzingelt von Süßigkeiten vor dem Fernseher…na gut, wenn es sie glücklich macht. Nur ein Teil der Süßigkeiten hält bis zum Abend.

Da das mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner für gemeinsames Fernsehen so ne Sache ist, suchen wir uns Pippi Langstrumpf in der ZDF Mediathek. Ich sag mal so: Ich dachte, wir hätten die N-Wort Geschichte in den Büchern durch und vielleicht war es naiv zu glauben, dass man den Begriff einfach mal übersynchronisieren kann. Kann man wohl nicht. ZDF, you have a job to do!

Abends sind wir dann noch – unter Beachtung aller möglichen Hygieneregeln – zu den Nachbarn zum Grillen. Die insgesamt vier Kinder spielen ganz harmonisch (meistens) und wir haben wieder andere Erwachsene zum Reden. Ich gehe vor 22 Uhr ins Bett, da sind Mann und Kinder noch wach…

Samstag

Die Kinder schlafen dankenswerterweise bis nach neun. Zum späten Frühstück gibt es Englisch Breakfast. Der Mann und das Kindergartenkind fahren zum Blumenladen um den Vorgarten noch etwas aufzuhübschen.

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veganer Rhabarberkuchen mit Streuseln

Ich bereite einen Rhabarberkuchen vor und schicke die Kinder Holunderblüten schneiden. Um Sirup vorzubereiten. Begeistert werkeln sie an den zwei Holundersträuchen in unserem Garten. Ich darf nur nicht hinsehen, wie sie mit den Gartenscheren hantieren.

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Der Mann und das große Kind müssen noch mal in die Stadt zum Optiker. Gefühlt muss etwa einmal im Monat an der Brille was repariert werden, was nicht an der Brille liegt, sondern an deren Umgang damit.

Kind2 hilft mir beim Ansetzen des Sirups. Holunderblüten, Zitronen, Zitronensäure und Wasser in einen großen Topf. Und jetzt das, was für Kind2 das unverständlichste ist: Einfach warten. 24 Stunden. Dann zuckern…

Zum Abendessen hat der Mann Chili vorbereitet, sowohl mit Carne als auch mit Soja.

Sonntag

Ich bin – wie üblich – als erste wach. Inzwischen finde ich das ganz ok. Ich hole mir Kaffee, füttere die Katzen (die anschließend zu mir ins Bett kommen und schlafen, weil sie die ganze Nacht draußen waren) und höre Podcasts oder Hörbücher.

Die Kinder dürfen ab neun Uhr fernsehen und nach einem späten Frühstück reissen sie mit dem Mann den alten Zaun im Vorgarten ab. Das Holz ist schon ganz morsch und das Restholz gibt vielleicht noch Anzündfutter für den Kamin.

Nachmittags verputzen wir die Reste vom Rhabarberkuchen.

Die Kinder müssen noch den Keller aufräumen (also ihre Spielsachen, die sie da großzügig ausgebreitet haben) und dürfen wieder fernsehen. Der Mann macht eine Radtour.

Schon wieder eine Woche vorbei. Aber die Tage werden wieder voller mit externen Terminen. Da war so ein Blick zurück auf diese ruhige Woche ein guter Moment zum Innehalten.

Und ich brauche wohl mal neue Aliasnamen für die Kinder. Erinnert sich noch wer an Minime & Cashew? Das geht ja gar nicht mehr. K1 und K2 sind auch so lala und Grundschüler/Vorschulkind/Kindergartenkind – ich weiß nicht.

Falls ihr bis hier mitgelesen habt und euch einigermaßen unterhalten fühltet freue ich mich über eure Likes hier oder auf dem SocialMedia Kanal eurer Wahl!

Auf eine schöne neue Woche!

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Vatertag, ganz unpolitisch

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Wie immer in den letzten Tagen stehe ich schon kurz nach sechs auf. Merkwürdig, dass diese Uhrzeit, die im normalen Alltag keine Begeisterung bei mir weckt, in diesem Ausnahmezustand genau meine Zeit zu sein scheint. Aber wie gesagt: Wenn man nicht direkt mit Hektik in den Tag startet, ist es was völlig anderes.

Ich hole mir einen Kaffee und gehe ins Wohnzimmer. Vor der Tür zum Garten wartet schon eins der beiden Katzis, die die sommerliche Nacht draußen verbracht haben, auf mich. Beziehungsweise auf das Katzenfutter. Kaum hat es sich satt gegessen, legt es sich zu mir auf die Couch.

Ich untersuche den Kater – er heißt Ohnezahn, auch wenn er sehr offensichtlich mindestens einen Zahn hat, weil er schwarz ist und grüne Augen hat, wie der Lieblingsdrache von Kind 2 – nach Zecken. Eigentlich finde ich immer eine, auch wenn wir alle drei bis vier Wochen ein Spot on gegen diese Mistviecher auftragen.

Ich höre ein paar alte Folgen des Madame Moneypenny Podcasts. Und auch, wenn ich bestimmt einiges daraus mitnehme bin ich manchmal – nett gesagt – irritiert. Da fragt zum Beispiel ihre Interviewpartnerin, was sie jungen Paaren rät, die grad ein Kind bekommen und bei denen die Frau Zuhause bleibt. Naja, was vom gemeinsamen Einkommen für die Altersvorsorge für die Frau anlegen. (Soweit, so gut).

Ja, aber, wendet die Interviewpartnerin ein, was ist, wenn kein Geld da ist?

Das, so Natascha (die Person hinter Madame Moneypenny) sei ja bloß eine Frage der Prioritäten. Dann fahre man nicht zweimal im Jahr nach Thailand für den Urlaub, sondern an die Ostsee (ein Beispiel, was übrigens in fast jeder Folge irgendwo dran kommt). Äh ja. Danke für nichts.

img_0721Eigentlich wären wir gestern nach Holland gefahren, auf den Campingplatz nach De Lakens (falls ihr auf instagram seid, könnt ihr euch den Platz in meinen Instahighlights ansehen). Da unser Wohnwagen keine Toilette hat und auf den meisten Campingplätzen die sanitären Anlagen noch geschlossen sind, bleiben wir weiterhin Zuhause. Außerdem stell ich mir das etwas trostlos vor, wenn die Kinder nicht so ungezwungen wie sonst einfach mit den anderen Kindern spielen können.

ABER die Rachel vom Blog mamadenkt, die tollerweise auch meine Kollegin ist, hat sich neulich ein Stück Holland nach Hause geholt, nämlich in Form einer Poffertjespfanne. Da hab ich nicht lange überlegt und mir auch eine bestellt. Wenn du nicht nach Holland kannst, hole ein Stück Holland zu dir…

ABER: das beigefügte Rezept war scheußlich, die Poffertjes schmeckten einfach nach Mehlschlotze und waren nur mit viel Puderzucker und Schokocreme genießbar.

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Nach dem Frühstück machte ich eine kleine Runde zu unserer Bienenwiese. Hier das erste Bild von vor zwei Wochen, das zweite Bild von heute Morgen:

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Nach dem Frühstück wollen Mann und Kinder zu einem Ausflug aufbrechen.

Ich weiss nicht, ob wir eine chaotische Familie sind, aber bis Mann & Kinder wirklich los konnten mussten wir 1 Std nach Fahrradhelm von K2 und Fahrradschloss für K1 & nach tragbaren Schuhen für beide suchen. K2 hat dann Schuhe von K1 genommen, einen Fahrradhelm ausm Keller der mindestens eine Nummer zu klein ist und da das Fahrradschloss von K1 verschwunden blieb haben sie meins mitgenommen.
Aber dann hatte ich Ruhe. Und genoss das Wetter und die Stille.

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Ich hab viel Zeit in das Thema Zero Waste, bzw Less Waste investiert. Und da hab ich definitiv noch Luft nach oben. Aber inzwischen wundere ich mich nicht über den Plastikmüll, sondern den Biomüll. Wir haben zwar jetzt einen Kompost im Garten, aber der kann nicht so viel Lebensmittel aufnehmen. Das ist nahezu lächerlich, ein Kompost besteht hauptsächlich aus Gartenabfällen. Naja, jedes Mal, wenn beim Gemüseschnibbeln Reste bleiben (oder überhaupt in der Küche), recherchiere ich, was man damit machen könnte. Heute: Kohlrabiblätter.

Ich hab es mit einem Pesto probiert. Kohlrabiblätter, geröstete Sonnenblumenkerne, etwas Öl und ein paar Blätter Basilikum. Ich habs noch nicht probiert 🙂

Am frühen Abend kommen Mann und Kinder nach Hause, wir essen Abend. Die Kinder gucken eine Folge logo, der Mann fährt zur Arbeit und ich schaue im ZDF „Astrid“, ein Film über Astrid Lindgren. Ich hab schon ihre Kriegstagebücher gelesen, sie hat für den schwedischen Nachrichtendienst im zweiten Weltkrieg aus dem Deutschen übersetzt.

Zwischendurch höre ich etwas runterfallen. „Ist da etwa noch ein Kind?“ ruf ich. „Nein!“ antwortet der Fünfjährige. Dann ist ja gut.

Einen schönen Abend euch.

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#CoronaElternrechnenab -Von der Beförderung zur Kündigung

Liebes Kultusministerium NRW,

am 16.03.2020, ein Montag, wachte ich morgens mit einem komischen Gefühl auf. Erst dachte ich, es läge daran, dass mein Sohn Geburtstag hat. Seinen neunten. Aber nein, Geburtstage kannte ich, dieses Gefühl hier war neu. Irgendwann dämmerte es mir:

ICH WURDE BEFÖRDERT!

Stimmt. Ab da war ich Lehrerin und Beamtin auf Zeit. So muss es sein, denn die Mail der Grundschullehrerin meines Sohnes beinhaltete einen ordentlichen Anhang mit vielen vielen Aufgaben, schön auf Papier, zum Ausdrucken.

Jeden Tag drei Stunden sollen sich die Kinder mit dem Material beschäftigen, bei Fragen stünde man zur Verfügung, tschüss, bleibt gesund!

Bäm, Homeschooling. Das hab ich mir, ehrlich gesagt, anders vorgestellt. Mit Unschooling und Freilernen habe ich mich mal beschäftigt. Als Plan B, weil ich Angst vor der Schulzeit meiner Kinder hatte. Das Unschooling und Freilernen sieht aber komplett anders aus. In etwa so, wie das, was meine Kinder in ihrer Freizeit tun. Irgendwelche Physikershows, Mausvideos und wasweißich auf youtube gucken und dann Experimente nachstellen. Was ist was über Fliegen oder Augen gucken und dann fängt ein Kind hier an, aus Klopapierrollen Fliegenaugen zu basteln.

Das Bearbeiten von Arbeitsblättern mit Plus und Minusaufgaben war da nicht so präsent. Aber gut. wo war ich?

Drei Stunden täglich also. Macht 15 Stunden die Woche. Was verdiene ich da so als Lehrerin? Laut Übersichtstabelle* macht das 1768 brutto pro Monat. Nicht schlecht. Dazu rechne ich 15 Stunden als Erzieherin, denn parallel zum Homeschooling des Grundschülers habe ich ein Vorschulkind. Das macht 1381 brutto pro Monat. Wir Erwachsenen teilen uns die Aufgaben und somit auch das Geld. Gemeinsame Kasse und so.

Homeschooling und Homekita-ing kosten:

Drucker, Tintenpatrone, erhöhter Stromverbrauch – ich hab heut nen Großzügigen und rechne das irgendwo bei der Steuererklärung mit ab.

Macht für aktuell zwei Monate: 6298,00 Euro Brutto

Ich weiß, andere kommen auf beeindruckendere Zahlen, aber ich wäre mit dieser Summe schon ganz zufrieden – für 15 Wochenstunden kann man nicht meckern.

Die Rechnung, liebes Kultusministerium, folgt.

Worum es eigentlich geht:

„Aber das ist doch keine Arbeit!“ – Schließlich sind es die eigenen Kinder und die liebt man doch und überhaupt. Das kann man ja gar nicht in Geld beziffern! Vermutlich denken sowas Leute, die ihre Lohnarbeit als sehr schrecklich erleben und das damit verbundene Gehalt als Schmerzensgeld betrachten. Vielleicht.

Und ganz ehrlich, ich würde das alles auch umsonst tun. Also genau genommen mache ich das auch, das mit der Beförderung war wohl nur ein Traum.

Ich würde es sogar gerne umsonst tun, wenn

  • sich der Wert eines Menschen nicht an seiner Lohnarbeit bemessen würde. Ist aber so und finanzielle Unterstützung – gleich ob Elterngeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld, Rente…you name it – bemisst sich immer am Gehalt. Das Gehalt gibt es nur für Lohnarbeit, nicht für Carearbeit. Finanzielle Absicherung wird mir nicht zuteil, weil ich mich um Kinder oder kranke Angehörige kümmer, sondern weil ich. mich um den Erfolg eines Unternehmens kümmere.
  • die Gesellschaft nicht dauernd betonen würde, dass sie Steuer- und Rentenzahler’innen braucht. Nun, zwei davon liefer ich. Aber bis die wirklcih mal zu Steuer- oder Rentenzahlern werden werde ich mit ihrer Versorgung allein gelassen.
  • der Staat mir nicht eine Schulpflicht aufgebrummt hätte, sich aber nicht darum kümmert, wie das von ihm bestellte Personal auch in dieser Zeit sinnvoll mit den Schüler_innen umgehen kann. Was hier grade passiert, hat mit Schule nichts zu tun.
  • diese Gesellschaft Familie und Kinder genau so wertschätzen würde wie Fußball, Spargel und Autos
  • man nicht der Lufthansa ein Rettungspaket schicken würde, sondern Arbeitgeber auffordern würde, allen Sorge-arbeitenden in ihrer Firma 10 Wochenstunden zu erlassen, und den finanziellen Ausgleich dafür zu übernimmt.
  • es ein Gesundheitssystem gäbe, das nicht wirtschaftlich, sondern sinnvoll funktionieren müsste.

Den Wert von Carearbeit in Euro zu beziffern ist nur ein Teil dessen, was nötig ist um die Bedürfnisse und die Arbeit von Carearbeitenden sichtbar zu machen. Um die Brücke zur Wirtschaft zu schlagen. Was fehlt, sind die Kosten die entstehen, wenn immer mehr Carearbeitende, meistens Mütter, der Wirtschaft nicht mehr zur Verfügung stehen, weil sie aufgrund dieser Arbeit ihre Lohnarbeit kündigen müssen. Weil sie ohne Kinderbetreuung dieser nicht mehr nachgehen können.

Was sich nicht niederschlägt ist die Erschöpfung, die viele schon jetzt spüren. Die nicht wieder aufgefangen wird. Und die sich auch nicht mit einer Mutter-Kind-Kur „behandeln“ lässt.

Was sich nicht niederschlägt, ist ein Familienbild, dass Ein-Eltern-Familien immer und immer wieder übersieht.

Aber das können andere Aktionen übernehmen. Corona ist noch nicht vorbei. Coronaeltern arbeiten, auch nachdem andere schon lange Feierabend haben.

Ein Familienministerium und ein Gesundheitsministerium, die am Muttertag mit einem billigen Social Media Post genau am Thema vorbei liegen, sind ein Armutszeugnis – für diese Gesellschaft.

P.S.: Liebes Kultusministerium, vielen Dank für die Beförderung, aber ich lehne ab!

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Auf diese Aktion aufmerksam gemacht hat mich Sonja von mama-notes, nachdem ich am Muttertag auf instagram meine Genervtheit kund getan habe. Zusammen mit Rona und Karin hat sie diese Aktion ins Leben gerufen. Unter #Coronaelternrechnenab findet ihr mehr auf twitter, facebook und instagram.

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Kein Corona Tagebuch

2019 hab ich gedacht: Ach, das sind die guten Jahre, so kann es bleiben. In meinem Entwurfsordner aus dem Jahr steht noch ein Post „Ode an mein langweiliges Leben“. Also, langweilig im besten Sinne. Mal keine Achterbahn, statt dessen ein bisschen Flow. Leben in der Komfortzone. Weil es ein Luxus ist, eine zu haben, in der man bleiben kann. Komfortzone verlassen – diesen Aufruf fand ich schon immer anmaßend. Verlassen kann man sie ja erst, wenn man einen hat. Und wo ich grad eine gefunden habe, würde ich da gern ein bisschen bleiben wollen.

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Ein Highlight kurz vor Corona: Wir fällen einen Baum

2020 dachte sich dann: HAHA. Im Januar begann mein persönlicher Ausnahmezustand. Im März kam Corona dazu. Seitdem hat sich bei allen viel geändert.

Bis zu Beginn dieser Woche waren wir alle vier jeden Tag von morgens bis abends zusammen. Uffz. Hätte man mir das vorher angedro…angekündigt, ich hätte gesagt, dass überstehen wir nicht.

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Irgendwo liegt immer eine unserer drei Katzen. Das ist schön und beruhigend

Wir haben es aber bisher ganz gut überstanden. Bisher. Und fest gestellt, wie gut es uns geht. Ein Haus mit Garten ist in dieser Situation die halbe Miete*. Und dann dieses Glück mit dem Wetter, auch wenn das Glück, klimawandeltechnisch, ja eher nicht so schön ist.

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Das Kind klagt über zu wenig ! Fernsehzeit und will sich neue Eltern suchen. Wir Bratkartoffeln leiden.

Ein Rhythmus hat sich eingependelt, fast jeder Tag sieht gleich aus. Ich werde als Erste wach, meist vor oder gegen sechs Uhr früh. Mit meiner Decke und einem Kaffee ziehe ich auf die Couch, die den Blick in den Garten bietet. Ich höre Podcasts, meistens was mit Finanzen oder Gesellschaftsthemen. Ein, zwei Stunden später kommt Kind2, kuschelt sich zu mir unter die Decke und wir plaudern ein bisschen.

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Während „Homeschooling“ bei Kind1 scheitert, hat sich Kind2 als Freilerner qualifiziert. Er bastelt sich Fliegenaugen aus Klopapierrollen

Am Wochenende backen wir beide dann morgens schon Kekse. Das ganze Haus riecht nach Lecker. Irgendwann lässt sich Kind1 blicken, beide setzten sich mit lustigen Taschenbüchern auf die Couch oder verschwinden noch mal auf ihre Zimmer um Lego zu spielen. Ehrlich gesagt: Oft wird schon gestritten, manchmal ist es aber auch schön.

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Nicht, dass der Rasensprenger einen nass macht.

Homeschooling ist bei uns das größte Streitthema. Ich hab mir vorgenommen, am Wochenende alle Lokal- und Bundespolitiker*innen anzuschreiben, die ich recherchieren kann. Ich werde nämlich streiken, so lange es für den Grundschüler kein durchdachtes „Fernlern“konzept gibt. Meine Meinung: Es ist verdammt nicht unsere Aufgabe, hier Unterricht zu machen. Zumal sich hier jemand nicht unterrichten lassen will und ich in dieser Zeit, wo wir nun einfach mal 24/7 aufeinander hocken, nicht den Familienfrieden wegen sowas aufgeben will.

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Wenn ich alt bin, will ich auch so renitent sein

Ich versuche es mit stundenweise Homeoffice, während die Kinder vorm Fernseher sitzen. So sieht es aus. Der Mann ist wieder an einigen Tagen außer Haus tätig. Am Nachmittag schick ich die Kinder raus. Ihre Energie entladen sie auf dem Trampolin oder beim Wasserplanschen. An anderen Tagen macht der Mann mit ihnen eine Fahrradtour.

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Ein Gepard

Neulich habe ich mit Erstaunen fest gestellt, dass hier keine Kleinkinder mehr wohnen. Mit neun und fast sechs Jahren sind es richtig große Kinder. Beide „feiern“ ihre aktuellen Geburtstage in dieser seltsamen Zeit. Dass sie „groß“ sind hat mich auch das Abendritual ändern lassen. Weil abends einfach der Akku bei uns Erwachsenen sowas von leer ist, schicken wir sie nach dem Abendessen auf ihre Zimmer, wo sie noch spielen können, wo wir ihnen Gute Nacht sagen, aber kein „Programm“ mehr bieten. Keine Gute Nacht Geschichte, Hörspiel müssen sie sich selber anmachen, ihre Schlafenszeit bestimmen sie selbst. Was aus purer Notwendigkeit (für die Seelenhygiene der Erwachsenen) eingeführt wurde, klappt erstaunlich gut. Toll, so große Kinder…

Ich wünsche euch Geduld und Kraft in dieser seltsamen Zeit. Ich hoffe, es geht euch gut?

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Zur Einweihungsparty letztes Jahr gab es ein Apfelbäumchen. So viel Schönheit und Hoffnung in einer so kleinen Pflanze.

* Ich werfe 1 Euro in die Schlechte-Wortwitze-Kasse

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Unser zweites Zuhause: Warum wir jetzt einen Wohnwagen haben

Als Teenie war ich in den Sommern zelten, mit anderen Jugendlichen. In Schweden. Große Rundzelte am See, Lagerfeuer und Gesang mit Gitarrenbegleitung aus der “mundorgel” (Wer kennt’s???).

Geduscht wurde nur, wenn es unumgänglich war, denn die provisorische Dusche spendete nur kaltes Wasser. Bei Regen saßen wir in der Holzhütte, spielten Brettspiele und batikten Mullwindeln.

Wohnwagen auf dem Campingplatz Glavotok, Krk, Kroatien

Wohnwagen auf dem Campingplatz Glavotok, Krk, Kroatien

Wohnwagen vor dem Anstrich

Wohnwagen vor dem Anstrich

Jahre später fuhren auch der Mann und ich mit dem Zelt in den Urlaub. Südfrankreich und Sardinien – Sonne, Wasser, Hängematte. Und immer feinstes Wetter!

Mit dem Erstgeborenen sind wir eine Woche im Bulli verreist, da war er drei Jahre alt. Und ich mit dem zweiten Kind schwanger. Das war auf Teneriffa und jeden Abend begleitete uns das Geräusch der Wellen in den Schlaf.

Noch ein wenig später, mit dem zweiten Kind, suchten wir den Kompromiss zwischen Freiheit und Komfort. Und scheiterten mehr oder weniger. Mobilwohnheime auf Campingplätzen – das kam zwar schon recht nah dran an ausreichend Komfort. Oder doch zumindest an das, was man für die Nächte zu viert braucht. Aber nicht an das, was ich gerne an Freiheit gehabt hätte. “Freiheit” wie in Wellenrauschen und Regentropfen bei Nacht.

Aber dafür wieder in ein Zelt? Zu viert? Das haben wir zweimal jeweils für ein langes Wochenende gemacht. Es war…ok. Irgendwie fehlte aber immer etwas. Eine vernünftige Ablage für… Zeugs. Zeugs hat man mit Kindern ja genug. Es fehlte eine Kochmöglichkeit, Stauraum, Platz.

Ja, es gibt auch wirklich große Zelte. Mit Vorzelten. Und Leute, die sogar Kühlschränke da reinstellen.

Aber da gab es auch unsere Sommerurlaube in Kroatien mit den heftigen Sommergewittern. Au weia, jetzt da draußen, mit Kindern im Zelt?

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Unser Wohnwagen ist bunt

Zelten kann großartig sein, es kann aber auch schnell zum Albtraum werden.

Weil wir, seit wir Kinder haben, Campingplätze lieben – die Jungs können sich meist frei auf den Grundstücken bewegen, finden schnell andere Kinder – wollten wir uns nach einem rollenden Zelt umsehen.

Abendatmosphäre am Wohnwagen

Abendatmosphäre am Wohnwagen

Bulli, Wohnmobil oder Wohnwagen?

Es sollte also ein Zuhause auf Rädern werden. Wir fuhren auf eine Messe und schauten uns Dachzelte, Klappzelte, Wohnmobile und überhaupt alles an, was der Markt gerade zu bieten hat. Jede Variante hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Nachdem wir Zelte also ausgeschlossen hatten, blieben drei übrig: Bulli, Wohnmobil oder Wohnwagen.

Ein Bulli ist so ein Träumchen, das wir eigentlich schon lange haben. Ein Bulli ist aber auch ein eigenes Auto. Mit allen Kosten und Reparaturen die das mittelfristig mit sich bringt. Und eigentlich wollen wir als Familie mit nur einem Auto auskommen. Außerdem kommen die Parkplatzsuche in der Großstadt und die große Diebstahlgefahr dazu. Wir heben uns diesen Traum für den Ruhestand auf…

Blieben also Wohnmobil oder Wohnwagen, wobei sich das Wohnmobil aus ähnlichen Gründen disqualifiziert: Zu teuer in Anschaffung und Unterhalt, zu viel Platzverbrauch und dafür wird er dann zu selten genutzt – einen Bulli oder Van kann man ja noch zur Not als Stadt-taugliches Gefährt nutzen, aber ein Wohnmobil nützt da nichts.

Und nicht zuletzt: Wir fahren nicht auf einen Campingplatz, um die ganzen Ferien nur auf dem Platz zu verbringen. Wir machen Ausflüge, fahren einkaufen und wollen was von der Gegend sehen. Wenn man erst immer alles ins Wohnmobil packen muss um dann mit dem schweren Gefährt durch die kleinen Dörfer zu juckeln – nein danke!

Ein Wohnwagen für den Familienurlaub

Ein Wohnwagen also! Letzten Endes brauchen wir nur etwas, was fester und regenbeständiger ist als ein Zelt und mehr Stauraum bietet. Da wir nur Campingplätze ansteuern wollen und die Kinder groß genug sind, brauchen wir nicht mal eine Toilette im Wagen. Der Wohnwagen braucht also nur zwei Räder und Platz zum Schlafen.

Sich ein neues Modell anzuschaffen, hielten wir für überflüssig. Auch hier ließe sich für eine Neuanschaffung viel Geld investieren. Aber mal ehrlich, worum geht es denn beim Campen? Die Freiheit, die Unbeschwertheit, die Flexibilität. Da ist der Wohnwagen lediglich als Schlafplatz gedacht – jedenfalls bei uns.

Wir schauten uns auf Kleinanzeigen und Co um, hörten bei Freund_innen und Arbeitskolleg_innen nach, ob wer jemanden kennt, der jemanden kennt…und so schauten wir uns den ersten Wagen an. Ich glaub, der war mein Baujahr (1980), winzig und reparaturbedürftig. Das war dann sogar für mich etwas zu spartanisch. Der zweite Wagen, den wir uns ansahen, war dann direkt unser: Baujahr 1995, liebevoll gepflegt vom Vorbesitzer – ein ehemaliger Arbeitskollege vom Mann – und regelmäßig gewartet. Ein paar optische Änderungen mussten noch vorgenommen werden, aber ansonsten sollte das unser zukünftiges Urlaubsmobil werden.

Zwei Matratzen bekamen wir rein, auf denen wir uns Vier aufteilen. Eine Ecke könnte man flexibel in eine Sitzecke verwandeln, aber das haben wir nicht genutzt. Wir sind ja – noch – Schönwettercamper_innen. Gesessen haben wir meist unter dem Shelter (eine Art Vorzelt) und wenn es doch mal geregnet hat, lümmelten wir uns auf den Matratzen oder machten einen Ausflug.

Ein paar lange Wochenenden und zwei Wochen Kroatien haben wir bereits mit unserer kleinen “Kiwi” erlebt und sind mit dieser Wahl sehr happy.

Die abgetrennte Toilette haben wir als Abstellkammer genutzt und wir waren sehr erstaunt, wie viel in den Wohnwagen reinpasst (und noch erstaunter, wie viel Gepäck trotzdem im Kofferraum unseres Autos verschwand).

Wenn die Kinder größer sind und sich nicht mehr eine Matratze teilen wollen, werden wir uns nach einem aufblasbaren Vorzelt umschauen um dann die Schlafplätze zu vergrößern. Bis dahin sind wir mit unserer kleinen “Kiwi” rundum zufrieden und hoffen, noch viele Urlaube gemeinsam zu erleben.

Kind1 in unserem Wohnwagen

Zuhause ist, wo die eigene Bettwäsche ist

Habt ihr schon mal Campingurlaub unter eigenem Dach gemacht? Zelt, Wohnmobil, Bulli? Oder könntet euch das vorstellen? Verlinkt in den Kommentaren gern auch eure Reiseberichte oder eure liebsten Campingplätze!

Wir warten bis Mai, da geht es nach Holland – wohin reist ihr?

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Auf ein Neues!

Frohes Neues sag ich noch. Ist ja noch nicht so alt das Jahr, aber dennoch: drei Wochen schon wieder rum?

Scheinbar ist man inzwischen zu cool für Neujahrsvorsätze. Weil ein Jahresanfang ja gar nichts heiße, gute Vorsätze kann man ja immer fassen und jeder Tag ist ein guter Tag und…überhaupt.

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Ein Selfie aus Dezember. Da sah ich morgens im Spiegel das erste Mal so alt aus, wie ich es laut Perso auch bin

Tja, ich bin aber eine von diesen Menschen, die jedes Jahr 100 neue Vorsätze fasst, sie hoffnungsvoll in ihr dilettantisch aufgemachtes Bulletjournal schreibt und sich am Ende des Jahres beim Nachlesen wundert, was sie mit „Kurs iHWK buchen“ meinte.

Meine Bucket List für 2020

Vielleicht brauchen Neujahrsvorsätze auch nur eine Umbenennung. Bucket Listen sind doch immer noch heißer Scheiß, oder? Wenn nicht, auch egal!

Hier meine – laaange – Liste von Vorsätzen, To Dos oder Buckets – however you call it, that’s what I want:

– mein Vorkinder-Gewicht erreichen

– ausmisten

– ein paar Fortbildungen machen

Gelebte Nachbarschaft – Shareconomy und Nachhaltigkeit

Der Umzug in den Vorort bringt für uns als Kleinfamilie viel Gutes mit sich. Die Familien mit Kindern sind eh schnell in Kontakt und die Kinder verabreden sich selbst. Ich seh das auch als Chance (oder Herausforderung) in diesem 3000 Seelen Ort eine Shareconomy im Kleinen zu schaffen. Jede_r hat hier eine Leiter, einen Rasenmäher, einen Schlitten, Werkzeug etc. Das müssen wir uns nicht auch noch alles einzeln anschaffen. Einiges haben wir schon mündlich oder per nebenan.de organisiert. Ich möchte jetzt auch noch bei Pumpipumpe aktiv werden. Hier kann man sich zum einen ganz analog Sticker bestellen, die man auf den Briefkasten kleben kann (oder besser sichtbar im Vorgarten/am Haus). Darauf sind Symbole abgebildet, die anzeigen, was man tauschen/verleihen kann. Digital gibt es das auch, mit einer Map, auf der man unter seiner Adresse die Gegenstände anzeigen kann.

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Einen Eichelhäher sehe ich hier oft. Ebenso Rotkehlchen, Buntspecht, Amseln, Meisen…

Unseren Vorgarten möchte ich ‚essbar‘ gestalten. Himbeersträucher (vielleicht einen Nussstrauch), ein Hochbeet mit Salat und Erdbeeren und das ganz offensiv zum Mitnehmen anbieten. Und auch hier digital bei mundraub.org registrieren, dass man hier was mitnehmen DARF. Dann stell ich mir eine Bank in den Vorgarten und bereite mich auf ein Leben als Fenster-Omi vor.

Für den Biomüll möchte ich einen Kompost und einen Bokashi bauen. Vielleicht eine Wurmkiste, aber da hab ich doch Bedenken wegen der armen Tiere. Vermutlich muss man immer darauf achten, die Kiste ausreichend zu füllen, damit sie nicht reihenweise wegsterben. Und nachdem ich es inzwischen schaffe, sogar meine Orchideen verrecken zu lassen (die ich bisher immer sehr pflegeleicht fand, einfach nicht gießen) ist mir das zu viel Verantwortung.

Und nachdem ich letztes Jahr in eine Partei eingetreten bin, möchte ich dies Jahr noch Mitglied in einer Umweltorganisation werden. Meine konkreten Gedanken zu #Klimaangst und co ein anderes Mal.

Haus und Wohnwagen vermieten – und viel reisen!

Schon lange liebäugel ich mit der Idee, unsere Urlaube „kostenneutral“ zu gestalten. Seit wir vor gut einem Jahr den Wohnwagen ergattert haben ist das Fernweh noch größer geworden. Die ersten Reisen (Eindrücke davon findet ihr in meinen Insta-Story Highlights) mit der kleinen Kutsche waren echte Traumurlaube und ich freue mich sehr auf Ausflüge nach Nord und Süd und Ost und West.

Camping mit dem Wohnwagen hat die Urlaubspreise im Vergleich zu Ferienwohnung oder Bungalow auf Campingplätzen schon mal halbiert. Wenn wir in der Zeit aber noch unser Häuschen untervermieten und den Wohnwagen auch dann, wenn wir nicht mit ihm unterwegs sind, ließen sich die Ausgaben vielleicht noch weiter reduzieren. Das macht natürlich Arbeit an anderer Stelle (eben an Zeit für Fotos, Orga, Aufräumen und Putzen), aber ich würde das gerne ausprobieren. Also richte ich Accounts für Airbnb, Haustausch und Paulcamper ein und hoffe auf vertrauenswürdige Untermieter*innen!

Haus und Garten

Der Umzug in Hausmitgarten bringt viele Möglichkeiten mit sich. Sooo viele Möglichkeiten. Und so wenig Ahnung…es sollte so Grundkurse für Neuhausbesitzer’innen geben, wo man lernt, was man alles so machen muss und wie: wann man die Einfahrt sauber macht, die Dachrinne, welche Hecken muss man schneiden und wie legt man ein Beet an?!

Die Rosen der Vorbesitzerin mussten leider den Bauarbeiten weichen und wurden durch neue von der Schwiegermutter ersetzt. Übernommen haben wir, neben einigen Nadelbäumen, einen Sommerflieder, Holunder, einen riesigen Rosmarin, eine Stachelbeere, eine Johannisbeere.

Ich habe schnell gelernt, dass man für den Garten kleine Ziele braucht. Besonders, wenn man kein Budget dafür eingeplant hat. Ich möchte ein Gemüse- und Kräuterbeet anlegen, ein Hochbeet im Vorgarten und ein, zwei Beerensträucher setzen. Ansonsten darf dort wild wuchern, was Insekten das Leben schöner macht. Eine Efeuwand haben wir auch übernommen, die bedarf regelmäßigen Rückschnitts, so viel habe ich schon rausgefunden.

Kreativität

Letztes Jahr habe ich angefangen, ein Hobby meiner Jugend wieder aufleben zu lassen: das Musizieren. Hauptsächlich habe ich Querflöte gespielt und habe bis zum Abi ein gewisses Level erreicht. Davon bin ich nun weit entfernt, aber da ich ja nicht vorhabe, auf klassischen Bühnen zu stehen erlaubt das viel spielerischen Freiraum.

Meine Stiftesammlung hat inzwischen absurde Größe angenommen und ich möchte zeichnen lernen. Genau genommen: Schmetterlinge zeichnen lernen. Keine Ahnung, warum ausgerechnet Schmetterlinge. Schöne Tiere, interessant, bunt (manche). img_8576img_9152

So, Hand aufs Herz: seid ihr Team ZucoolfürNeujahrsvorsätze oder Team 100DingeaufderBucketlist?

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Eingeordnet unter Philosophie am Wickeltisch

Kein Ehevertrag ist wohl ein Ehevertrag

Habt ihr eigentlich einen Ehevertrag? “Neee, sowas brauchen wir nicht” – “Ach nö, ist doch unromantisch”. Mag sein. Fakt ist nur: Auch wenn ihr keinen eigenen Ehevertrag ausarbeitet, geht ihr mit der Eheschließung einen Vertrag ein. Nur, dass dann nicht ihr die Regeln macht, sondern Vater Staat. Ich bin keine studierte Juristin und ich weiß, dass Jurist*innen gerne um Worte streiten, ich bitte euch an dieser Stelle mir Ungenauigkeiten in der Begriffswahl zu verzeihen.

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@5050elternschaft heisst mein Instaaccount genau eben dazu…

Wenn ihr eine Ehe schließt, dann treten die zugehörigen Rechtswirkungen ein, ganz egal, ob ihr mal an entsprechender Stelle im bürgerlichen Gesetzbuch nachgeschlagen habt, was das heißt und einschließt. Im Prinzip unterschreibt ihr bei der Trauung “blind” einen Vertrag. Würdet ihr doch bei keinem anderen Vertrag tun, oder?

Ein (zusätzlich) geschlossener Ehevertrag kann aber Dinge regeln, die besonders dann wichtig sind, wenn ein_e Ehepartner_in wegen der Kinderbetreuung beruflich kürzer oder zurück tritt:

  • Unterhalt nach der Scheidung: Im “klassischen” Fall, in dem die Mutter kürzer oder ganz aus dem Beruf tritt hätte sie nach einer Scheidung keinen Anspruch auf Unterhalt, wenn das jüngste Kind älter als drei Jahre ist. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten müsste sie wieder mehr/Vollzeit arbeiten. Hier könnte man festlegen: Wer sich mehr um die Kinder kümmert und darum weniger lohnarbeiten kann bekommt Unterhalt, so lange die Kinder jünger als 14 sind (oder noch zu Hause wohnen oder was auch immer).
  • Altersvorsorge: Zwar werden bei einer Scheidung Rentenpunkte geteilt, aber ist ein_e Ehepartner_in beruflich zurück getreten und hat darum einen geringeren Rentenanspruch, kann man auch hier (auch schon während der Ehe) Vorsorge treffen: Der mehr verdienende Partner kann eine bestimmte Summe zur Seite legen oder in Wertpapiere anlegen, um diese Rentenlücke zu begleichen.

Das sind nur wenige, aber sehr wichtige Punkte. Und noch viel wichtiger sind sie eigentlich für alle Paare, die unverheiratet sind. Denn hier fällt bei einer Trennung auch der Zugewinnausgleich weg. Und unromantisch? Nun ja, jede_r versteht Romantik anders, aber ich finde nichts romantischer als sich umeinander zu kümmern und Gedanken zu machen, wie man im Worst Case miteinander umgeht. Wem ein Ehevertrag (oder eben ein nicht-ehelicher Zivilvertrag) zu umständlich und aufwendig ist, kann ja ähnlich wie bei einem Testament, handschriftlich zu Papier bringen, wie man bei einer Scheidung füreinander sorgen will. Das wäre zwar nicht rechtlich bindend, aber vielleicht moralisch. Soll bei manchen ja ausreichen.

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Eingeordnet unter feminismus

Spätsommer

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Das große Kind hat sich eine HalloweenParty gewünscht. Für die Deko brauchen wir natürlich Fledermäuse. So bekommt man auch den ein oder anderen verregneten Nachmittag herum.

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Was für mich Luxus ist? Nicht täglich im Verkehr stecken zu müssen, auf der Autobahn, im Stau. Oder wie eine Ölsardine eingequetscht in der Bahn. Hab ich alles hinter mir, brauch und will ich nie mehr.

Freiwillig dagegen fahre ich mal mit dem Fahrrad in die große Stadt um mit Kolleginnen zu arbeiten. Nur Homeoffice ist auch langweilig.

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Eines der Kinder möchte Forscher und Erfinder werden. Also experimentieren wir viel. Hier entstanden Salz…kristalle. Einfach Salz in ein Glas mit Wasser geben, einen Stift quer drüber legen und einen Faden dran binden, der ins Glas taucht. Allerdings fand es das Salz hier besser, am Stift und nicht am Faden hängen zu bleiben.

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Nach dem Umzug wurde ich Mitglied im lokalen Surfverein. Einmal pro Saison muss man vor Ort Ordnungsdienst am Clubheim leisten. Weil ich spät dran war blieb mir nur ein Termin Mitte Oktober. Aber weil die Sonne noch mal alles gab war es fast wie Urlaub:

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Life is eben better am Beach

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Fast hätte ich noch einen Sonnenbrand bekommen

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Das blaue Band da quer durchs Bild ist eine Slackline. Die hab ich zum Geburtstag im Frühjahr bekommen und seit einigen Wochen hängt sie dann auch mal im Garten. Inzwischen kann ich ein paar Sekunden darauf stehen. Yeah.

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Warum könnt ihr auf meinem Instaaccount nachlesen. Und erzählt gern mal, ob ihr einen Ehevertrag oder andere Vereinbarungen habt, um Lohn- und Carearbeit auszugleichen.

 

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Eingeordnet unter familie

Herbst

Der Herbst…in einigen Jahren haben die kürzer werdenden Tage und das schwere grau der Wolken mir wochenlange Melancholie bescherrt. Vor allem das im Dunklen aus dem Haus gehen und zur Arbeit fahren und im Dunkeln wieder zurück…glücklicherweise darf ich im Homeoffice arbeiten und seitdem haben Herbst und Winter seine Bedrohlichkeit verloren.

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Ich arbeite seit zwei Jahren für Wildling Shoes und darf an diesem Herbsttag mit zu einem Interview – wir spazieren durch den Wald und das Licht ist einfach unglaublich.

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Bunte Decken helfen auch gegen herbstgrau. Der Blick in den Garten fordert mich zwar ständig dazu auf, endlich dort alles winterfest zu machen, aber an das Thema Garten pirsche ich mich grad erst langsam an.

 

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Drei Katzen sind es inzwischen. Sie sind stets bemüht, mir beim Arbeiten und bei allen anderen Dingen zu „helfen“. Im Prinzip sind sie wie pflegeleichte Kleinkinder – sie brauchen nicht die körperliche Betreuung, aber ganz viel Zuwendung. Und das Licht auf meinem Bulletjournal ist einfach zu schön.

 

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Nachdem der September fleischfrei lief wollte ich im Oktober mit dem Projekt plastikfrei starten. Hier ist die Unterstützung zu Hause etwas geringer…Nun ja, der Allzweckreiniger ist alle und ich mach aus diversen Mitteln, die ich noch da habe, einen selber.

 

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Kommt Kinder, lasst uns spazieren gehen! Kastanien und Blätter sammeln, Bäume bestimmen, Vogelstimmen lauschen…“Mama, wann sind wir da?“ „Mama, ich will nach Hause!“ „Mama, hast du was zu essen dabei, ich hab Hunger?“ „Mama, was ist das für ein Baum? Aua!!!“ – „Das ist eine Brennessel, mein Schatz“. Ich sag mal so: So lange nicht Indiana Jones auftaucht und uns durch den Dschungel Wald führt, lasse ich das mit den Spaziergängen. Zuhause recherchiere ich Umwelt- oder Naturpädagogikgruppen in der Gegend, finde aber nichts. BUND und Nabu haben so unübersichtliche Websites, dass ich nach einer halben Stunde aufgebe zu suchen.

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Ich muss immer über die Instagramästhetik der #Zerowaste-Influencer schmunzeln. Alles so in schönen Glas- oder Edelstahldosen oder in naturfarbenen Beuteln. Ich sammel dagegen alle Tupper- und Noname-plastedosen zusammen für meinen Einkauf im Unverpacktladen. Glas und Edelstahl ist mir viel zu schwer.

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Handschmeichler gefunden. In jeder Jacken- und Hosentasche landen sie und ich freue mich jedesmal, wenn meine Hand eine Kastanie umschließt.

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Mal wieder was anderes lesen als Sachbücher. Das ist der Plan. Die Ausbeute aus der kleinen Stadtteilbibliothek – natürlich alles Autorinnen.

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Ein Wochenende verbringe ich bei einem Holzkurs im Handwerkerinnenhaus Köln. Ich wollte so gerne mal was „praktisches“ lernen. Aber erstmal heisst es: Rechnen. Kein Bausatz wird vorgegeben, alles Maßanfertigung

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Nach anderthalb Tagen ist das Gewürzregal fertig und echt keine Raketenwissenschaft. Es war schön, in dieser Runde zu sehen, wie nach und nach das Zutrauen bei allen Teilnehmenden wuchs. Am Anfang traute sich keine_r so richtig an die schweren Geräte ran, aber nach kurzer Einweisung und gegenseitigem Zuspruch flogen irgendwann die Holzspäne, der Tischbohrer und die Stichsäge machten den Soundtrack und am Ende hatte wirklich jede ein tolles Objekt mit nach Hause genommen. Im November mache ich noch einen Kurs und am Ende soll ein „richtiges“ Möbelstück stehen.

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Plastikfrei bringt einige Herausforderungen. Meine Sojamlich kommt im Tetrapack daher, daher versuch ich mich an Alternativen. Sojamlich selber machen habe ich einige Male probiert und war mit dem Verhältnis – Aufwand/Ergebnis nicht zufrieden. Ich versuche mal Hafermilch, mit Haferflocken und Wasser. Der erste Versuch misslingt, versucht nicht, das Gemisch zu kochen! Dann hat man Haferschleim und es bleibt keine Flüssigkeit mehr übrig für den Kaffee…

Falls ihr Lust habt, meinen Gedanken zu gleichberechtigter Elternschaft zu folgen kommt gern auf Instagram zu mir – klick hier

Alltägliches findet ihr weiterhin auf Instagram unter glcklchschtrn

Habt eine schöne Woche!

 

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