Schnuller und Brei

minime ist kein schnullerkind. ganz am anfang hat er mal interessiert daran gelutscht, vor allem wenn er im kinderwagen oder tragedings steckte. ansonsten hat er ihn uns mit freude entgegengespuckt. eigentlich ja toll, sagen alle, muss man sich später nicht überlegen, wie wir ihm das schnullern abgewöhnen und ich muss nachts nicht drei mal aufstehen, um ihm den schnuller wieder reinzustöpseln. aber hey, das ding heißt auch ‚beruhigungssauger‘ – warum beruhigt er sich dann nicht? grade wenn er unruhig ist, will er den schnuller auf keinen fall.

neulich bei der babymassage erzählte dann eine mama ganz erfreut, sie müsste nachts nur noch einmal stillen. wenn das baby das zweite mal wach wird, gibt sie ihm den schnuller und dann schläft er nullkommanix wieder ein. das wollte ich auch! die nächte sind grade nämlich wieder etwas lebendiger, zweimal wach werden ist wieder die regel. also legte ich den schnuller nebens bett, um eins wurde minime wach, mit hunger. beim zweiten mal probierte ich dann den schnuller. und es klappte! minime schlief wieder ein.

ABER, das hat genau einmal funktioniert. danach wurde wieder zurückgespuckt. na gut. auch trick 17 klappt nur halb: den schnuller nicht direkt in den mund stecken, sondern minime in die hand geben. be-greift er doch grad alles am liebsten. er nimmt ihn dann auch begeistert erst in die hand, und dann in den mund – mit dem plastikteil zuerst…

nachmittags bekommt minime jetzt möhrchen. das ganze gerede, man solle sechs monate lang nur milch füttern widerspricht unserer realität. nachdem wir einen fütterhythmus von ungefähr alle zweieinhalb bis drei stunden erreicht hatten (und minime trinkt ja auch gerne mal gut eine halbe stunde und länger, ihr könnt euch denken, was in letzter zeit meine hauptbeschäftigung ist) ging das rapide auf zwei stunden zurück. also der erste brei. minime ist total begeistert und sieht dabei aus, wie ein kleiner vogel der den schnabel aufreisst. er probiert auch immer, den löffel aus meiner hand zu nehmen.

nur: wer meinen kleinen mr. spuck schon in aktion gesehen hat, mag sich vorstellen, wie es hier inzwischen aussieht. diese blaßorangene schlotze überall ist etwas hartnäckiger als eingetrocknete milch. zumal er beim essen zwischendurch gerne ‚redet‘, und sein lieblingswort ist grade das feuchtfröhliche „pffffschfffffft“…

naja, ansonsten läuft, denk ich, alles prächtig. kind bei guter laune und der mann hat urlaub, so dass wir die nächte meistens im wechsel meistern. ein hoch auf > 4 stunden schlaf!

außerdem überlege ich noch, einen ratgeber zu schreiben. es gibt nämlich sachen, die in keinem mir bekanntem drin stehen. z.b. das minime unbedingt auf der seite einschlafen muss. es hat mich harte arbeit gekostet das rauszufinden! rückenlage: nicht so gut… wenn ich wissen will, ob minime ernsthaft jammert oder nur, z.b. langeweile hat, spiel ich ‚indianer‘ mit ihm: ich klopfe ihm mit der flachen hand gegen den mund. wenn er eigentlich gute laune hat, macht er den dann weit auf und stimmt ein fröhliches indianergeheul an. wenn nicht, gibts wirklich handlungsbedarf…

solche sachen sammel ich jetzt. wenn ihr dazu noch ideen habt oder glaubt, nur euer kind sei ein wenig komisch, weil nirgendwo steht, dass babies das machen was eure machen, her damit!

11 Kommentare

Eingeordnet unter familie

11 Antworten zu “Schnuller und Brei

  1. Nanny

    Babynella ist EXTREM wasserscheu. Gilt das? Ich meine, überall heißt es, daß Babys das Wasser lieben, weil sie ja neun Monate geschwommen sind, laber, laber. Wer das behauptet muß mal versuchen, unsere Tochter zu baden, egal, ob in der kleinen oder großen Wanne. Irgendwer wird noch das Jugendamt rufen. Und ich überleg inzwischen, ob es reicht, wenn ich sie bis zur Einschulung nur mit nem feuchten Tuch abwische.

    Zu minime und Karottenbrei: Klingt nach einem wahren Massaker, ich hab ein deutliches Bild. Lege dann für morgen das Wohnzimmer schon mal mit Malerplane aus. ;o)))))

  2. Nanny

    P.S. Also, mir ist natürlich klar, daß das jetzt nicht in den Ratgeber paßt, weil Problem ohne Lösung. Aber vielleicht weißt Du ja was? :o)

  3. Hey, das funktioniert ja jetzt schon! Püppi ist nämlich auch wasserscheu, also eher Wasserpanisch. Katzenwäsche findet sie seltsamerweise lustig. Und wenn sie ganz gut drauf ist, mag sie Duschen. Leider geht das in unserer Wanne mit Baby nicht, weshalb ich zu meinen Eltern fahren muss, unpraktisch. Der Kinderarzt sagt, alles nicht so schlimm, das kommt noch irgendwann…

    • Nanny

      @Unsichtbar: Danke! Das hatte ich gehofft! Ich werd zwar nicht aufgeben, aber es ist gut zu wissen, daß man’s sich auch mal sparen kann, wenn die Nerven gerade nicht so stark sind.

  4. Karotten- und Kürbisflecken gehen am leichtesten raus, wenn das gewaschene Ding in der prallen Sonne trocknet. Echt wahr! (Dagegen machen Bananen Flecken der Hölle, wenn sie erst mal braun werden. Die immer sofort auswaschen!)
    Yeah, I feel like Hausfrau.

    • Yeah, und das sind die Tips, die die Neu-Hausfrau, äh, -Mama braucht! Danke

      • Bitte. Und für Flecken aller Art schwöre ich auf Gallseife. Wo die nix nützt, wirkt das böse Industriezeug aus der pinken Flasche (VanishOxiQuatsch) oft Wunder. Aber obacht: damit eingeweichtes immer erst waschen vor Sonnenkontakt, sonst Superverfärbungsgau.
        (Ja, Hammer, es geht immer noch schlimmer. Als ob Flecken mein Problem wären…)

  5. Pingback: Dicke Frauen im Weltall, offene Briefe und Mädchenmodels: Die Linksammlung « fuckermothers

  6. roggen

    „Ich meine, überall heißt es, daß Babys das Wasser lieben, weil sie ja neun Monate geschwommen sind“

    Ich meine, wenn ihnen das so gefallen hätte, wären sie dort geblieben 🙂 Mein Krümel konnte mit der Wanne auch nix anfangen – als er dann auf Mamas Bauch in der Badewanne liegen durfte, war er völlig relaxt.

    Wem „Kürbisflecken gehen raus, wenn man die Wäsche in die Sonne legt“ zu altbacken hausfrauig klingt, kann auch „Karotin ist unter UV-Strahlung instabil“ sagen. Das gilt übrigens auch für die karotten- und kürbisfarbenen Flecke, die am anderen Ende wieder rauskommen…

  7. Pingback: brei bühwähähähäh « unsichtbares

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