Arbeit

meine tage am wickeltisch sind fast gezählt. drei wochen noch, dann werden hier die rollen getauscht. ob ich mich freue? jaaaaaaaaaaa!!!! ich arbeite ja an einer uni (50% stelle, nicht wegen kind, sondern weil das da für leute ohne doktortitel so üblich ist) und promoviere ’nebenbei‘. was mich an der uniarbeit begeistert ist, dass man viel freiheit hat. eigentlich. natürlich gibts die ganz normalen ‚zwänge‘ auch. die arbeit erledigt sich nicht von alleine und studierende können mal cool, mal weniger cool sein. für die professor_innen, mit denen man zu tun hat, gilt das gleiche.

zwei tage die woche werde ich in der regel ins büro fahren. lange pendelstrecken inklusive. früher immer so: möööh, schon wieder zug fahren, könnte ja auch besseres tun… jetzt so: yeah, zug fahren! lesen, hörbücher hören, ausm fenster glotzen und NICHTS tun.

die anderen (wochen)tage mach ich mich auf in die bibliothek. morgens in ruhe kaffee trinken, mails checken und mich dann dem denken, lesen und schreiben widmen, so gut es geht. noch klingt es wie luxus.

was mir fehlen wird? nicht mehr jedes ‚erste mal‘ von minime zu erleben. kann schon sein, dass ich nach hause komme und der mann mir freudestrahlend erzählt, dass minime jetzt krabbeln kann. oder sein erstes wort gesagt hat, das dann eben ‚papa‘ lautet und nicht mama. länger zuhause bleiben möcht ich trotzdem nicht.

der einzige schale beigeschmack: das vertragsende in sicht. aber gut, neue herausforderungen, neue chancen. es bleibt spannend

***

gemeinsam spielen klappt noch nicht ganz…

9 Kommentare

Eingeordnet unter feminismus

9 Antworten zu “Arbeit

  1. Ich werde vorraussichtlich auch ab Oktober wieder studieren und freue mich auch darauf, mich mal wieder mit etwas zu beschäftigen, das nichts mit Babys zu tun hat.

  2. Melanie

    Och…ich denke gerade: Krass – muss im März wieder arbeiten! Das sind NUR noch 6 Monate. Die Zeit verfliegt nur so und dann wird getauscht: Dann ist der Papa 7 Monate Zuhause – und ich muss 38,5 Stunde arbeiten + pendeln. Bin da etwas ambivalent: Finde es super, dass der Papa Elternzeit nimmt, mag meinen Job, wäre aber selbst lieber länger Zuhause – gerne mit Papa zusammen, um diese unwiederbringliche Zeit zu genießen.Bin hier aber die Großverdienerin, daher ist das eben so. Haste Kohle, haste keine Zeit, haste keine Kohle, haste Zeit.

  3. Käthe

    ooh, was hat der minime da tolles an? das sieht aus wie ein overall….bitte mehr info.

    ich arbeite seit baby 3 monate ist, wieder 15 Std., also 38 % 😉
    und er war kooperativ und wir haben bisher trotzdem glaub ich alle ersten male mitbekommen.

  4. ich geh ab januar wieder arbeiten, dann bleibt der herr vater noch ein wenig mit ihm zu hause.
    freue mich schon endlich wieder rauszukommen und hätte am liebsten schon 2 monate nach der geburt losgelegt.

    aber ganz ehrlich: ich kanns mir eigentlich noch nicht vorstellen, ist mir irgendwie noch viel zu früh, er ist doch noch soooo klein… ;(
    11 monate ist quasi frisch gepresst.
    finde auch, dass sich seine anhänglichkeit noch nicht groß verändert hat, also klar, er robbt nun, ist mobil und hat sich auch sonst stark entwickelt.
    aber der körperkontakt muss trotzdem quasi ständig sein und so ne brust ist nach wie vor der hit.
    ob sich dass in den nächsten 4 monaten noch ändert?
    ich bin skeptisch.

    hätte nicht gedacht, dass ich mal so ne glucken-mutti werde.

    • ja, gemischte gefühle hab ich auch. aber da der minimepapa von anfang an sehr involviert war, werden sie es sich miteinander schön machen. und die brust hat minime sowieso nicht bekommen. mal sehn, ob sich daraus ein schaden entwickelt…

      • wenn nicht dadurch, dann sicherlich durch etwas anderes! 😉

        ich denke ja auch, dass die beiden das schon gut hinbekommen, tun sie ja jetzt auch schon.
        kritisch wirds idR auch immer erst, wenn ich auf der bildfläche erscheine, dann scheint dem igel einzufallen: „ah, da war ja noch was“ und dann geht das geningel los…hachja…

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