Das Gegenteil von Ohnmacht…

…ist Macht? Für mich ist das Gegenteil von Ohnmacht machen. Machen erzeugt – bei mir – das Gefühl von Selbstwirksamkeit und auch, ich weiß kein besseres Wort, von Kontrolle? Jedenfalls merke ich den Teufelskreis von Pandemieauswirkungen auf mein Nervenkostüm (konkret mit all dem Homeschooling und den Quarantäneanordnungen), Herbstblues und den sonstigen „Nebenwirkungen“ des letzten Jahres.

Ich sortiere also mal wieder meine Werte und überprüfe, ob ich auch wirklich so lebe, wie ich leben will und an welchen Schrauben ich drehen kann, um dieses diffuse Gefühl, dass zwischen Soll und Ist zu große Distanz herrscht, zu überwinden. Zugegebenermaßen ist ein Großteil aufgrund der oben genannten Gründe nicht wirklich zu verändern. Aber ein bisschen geht immer:

Im Sinne der Nachhaltigkeit hab ich am Freitag den alten Fahrradanhänger aus der Garage geholt, meine alten Tupperdosen und Marmeladengläser rein gepackt und bin den Weg zum Unverpacktladen (16km eine Strecke) geradelt. Der Mann hat mich begleitet und so hatten wir einen wundervollen Vormittag, bei bestem Wetter und haben was für Fitness und Nachhaltigkeit getan. Und Paarzeit hatten wir auch ^^.

Fahrradanhänger
Erst mal Reifen aufpumpen

Nein, ich bin nicht so naiv zu denken, dass ich damit die Welt rette. Vom Welt retten bin ich inzwischen weit entfernt (als „Ziel“). Aber ich glaube immer noch daran, dass alle ihren Anteil beitragen können. Welcher das ist muss jede:r selber wissen. Aber mir brachte der Freitag Vormittag das Gefühl zurück, einen Unterschied zu machen.

All die kleinen, weißen Punkte sind Schwäne. So viele hab ich noch nie auf einmal gesehen

Das Wochenende gestaltete sich ähnlich unspektakulär aber mit einer Menge Upcycling und DIY. Wir haben Winterreifen aufs Auto gemacht (ich hab zum zweiten Mal unter Anleitung mitgemacht, es ist wirklich keine Raketenwissenschaft, was ihr vielleicht schon wisst. Aber ich gestehe, für meine feministische Haltung bin ich bei „solchen Dingen“ sonst eher unbedarft gewesen und finde es auch hier sehr befriedigend, mir das entsprechende Wissen anzueignen).

Dann hab ich noch drei alte Hussen von den Stühlen, die wir geschenkt bekommen haben, gefärbt. Die Hussen waren weiß und nach einem Jahr in diesem Haushalt komplett fleckig. Ich hab sie in gelb-orange gefärbt und hole sie in dieser Farbe gleich aus der Waschmaschine. Das Foto mit dem Endergebnis folgt noch. 12 Euro für „neue“ Hussen. Ja, bei Kleinanzeigen gibt es manchmal ganze Stühle zu verschenken, aber keine Hussen (die dann ja auch noch passen müssen. Und quer durchs Land muss man sie sich auch nicht schicken lassen).

Muss wahrscheinlich Werbung dran stehen, weil Marke erkennbar. Unbeauftragt & selbstgekauft schreib ich dann auch dazu

Um zum Anfang des Textes zurück zu kommen: Viele „kleine“ Dinge erledigt zu haben, nachhaltige Lösungen für alltägliche Probleme zu finden und Zeit mit der Familie zu haben, lassen mich mit der Woche ein bisschen glücklicher und zufriedener abschließen.

Rosmarin aus dem Garten trocknen, für selbstgemachte Geschenke

Wie war euer Wochenende?

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Eingeordnet unter Nachhaltiges Familienleben, Philosophie am Wickeltisch

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