Back to whatever

Montag

Der letzte Artikel ist ewig her und hatte natürlich ein Thema mit, äh…Gewicht. Nun versuche ich mal wieder zum Alltag zurückzukehren, jedenfalls hier.

Montag Morgen, letzte Schulwoche. Die Kinder sind vorfreudig (auf die Ferien, nicht den Schultag) und relativ gut drauf. Wie an vielen Morgenden beginnen wir den Tag gut in der Zeit liegend um dann kurz vor Schluss (=Kinder müssen los) in Hektik zu geraten. Keine kurze Hose mehr im Schrank, ohne Mundschutz los, das übliche Chaos.

Der Mann fährt mich zu Krankengymnastik & Lymphdrainage, das gehört seit Anfang des Jahres zu meinem Alltag. Zwei mal die Woche.

Anschließend bringe ich den Mann zur Firma, damit er von dort mit dem Firmenwagen weiter kann. Er ist über Nacht beruflich unterwegs und so habe ich das Auto, mit dem Kind1 am Dienstag in die Musikschule muss.

Zu Hause mach ich mir noch was zu essen und dann kommt auch schon das erste Kind nach Hause. Es möchte zum Spiele-Bus auf dem Dorfplatz und zieht los.

Ich hole Kind2 ab, der gern länger in der Nachmittagsbetreuung bleibt. Die alte Katze begleitet mich wieder, sie mag es nicht, allein Zuhause zu sein. Auf dem Weg zur Schule verplaudere ich mich bei einer Nachbarin, so dass Kind2 mir schon entgegen kommt. Eigentlich möchte er nur abgeholt werden, damit ich seinen Tornister trage, aber gut.

Kind2 will nicht zum Spiele-Bus, sondern Fernsehen. Dino Dana ist hoch im Kurs (eigentlich würden die Kids nur youtube gucken – Leuten beim Gamen zuschauen. Dürfen sie, aber nur am Wochenende).

Nach einer Stunde macht Kind2 den Fernseher aus (haha, nein natürlich nicht freiwillig), Kind1 ist auch wieder da und ich frage, ob wir zusammen Inlineskaten wollen. Meine Kinder können Langeweile nicht gut aushalten und meistens ist es für mich anstrengender, wenn ich denke, sie müssen auch mal Langeweile aushalten lernen, als wenn ich mir was überlege. Dann wird es nämlich meist so wie heute:

Kind2 hat gerade die Inliner angezogen und mich eine Runde um den Wendehammer gejagt, als der beste Freund von Kind1 vorbei kommt. Zu dritt spielen sie Fußball und ich hab – Ruhe. Wetten, wenn ich gesagt hätte „Langeweile ist nicht schlimm, da entstehen die tollsten Dinge“ hätte ich mich den ganzen Tag „Mama!n“ lassen müssen?

Später kommt auch noch ein Kumpel von Kind2 vorbei. Ich falte den Wäscheberg zusammen, mache Nudeln zum Abendessen (mit Pesto für Kind1, Ketchup für Kind2) und nach dem Essen hören sie noch „Eragon“ als Gute-Nacht-Geschichte (ich finds eigentlich zu brutal für die Kinder in dem Alter, aber was soll ich sagen – meine Kinder haben eigene Definitionen von brutal. Äh, also nicht, dass sie total abgestumpft wären. Aber ihnen machen andere Dinge Angst als Gewalt in Hörbüchern oder Filmen.)

Dienstag

Den Morgen bestreite ich alleine mit den Kindern. Ich wecke sie recht früh und wir hören eine Folge „Kakadu“ Podcast vom Deutschlandfunk. Die Folgen behandeln so wichtige Kinderfragen wie „Pupsen Kühe durch die Hörner?“, „Sind Kinder mit Brille schlauer?“ oder „Schadet Baden den Tieren?“. Dabei frühstücken sie Brote und nach dem üblichen „ich find keine kurze Hose mehr“ und „Finn muss aber nie Zähne putzen!“ schaffen es die Kids pünktlich vor die Tür.

Der Mann kommt nach Hause, als ich grade los will um Kind1 von der Schule abzuholen und zur Musikschule zu fahren. Während Kind1 linke und rechte Hand koordiniert schwitze ich im Auto.

Wieder Zuhause übernimmt der Mann das Auto und Kind1, schnappt Kind2 aus der Nachmittagsbetreuung und fährt einkaufen. Und ich – sitze einfach im Garten. Passiert um diese Uhrzeit eher selten.

Der Mann backt Muffins, ich nehme mir das Beet im Garten vor und befreie es vom weißen Senf. Nach unserem Einzug hier vor zwei Jahren habe ich eine Saatmischung für Bienen darauf verteilt, aber schon letztes Jahr hat sich nur der weiße Senf durchgesetzt. Der wird schnell riesig groß und nimmt damit allen anderen Platz und Licht. Außerdem ist er bei den letzten Regengüssen einfach umgeknickt und jetzt sieht es, auf gut Deutsch, einfach sch**e aus. Also fott damit. Jetzt bekommen auch die Bohnen und Tomaten wieder Sonne.

Zum Abendbrot gibt es gebratene Nudeln (Reste von gestern) für Mann und Kids, ich hab noch einen Rest Käse-Kohl-Suppe (ja genau, wie Käse-Lauch-Suppe, nur mit Kohl statt Lauch). Dabei schauen wir das Fussballspiel Deutschland gg. England. Fussball gucken mit Kindern ist schon…speziell. „Wie lange können die rennen, ohne zu trinken? Warum hat der Torwart eine andere Farbe? Und der Schiedsrichter? Warum haben die die Nummern, die sie haben?“ Ich hab keine Ahnung! Ich schaue ja nur für die Kinder! Ich bin schon stolz, dass ich nicht mehr Olli Kahn im Tor erwarte sondern den Namen Neuer schon mal gehört habe.

Die Kinder sind natürlich enttäuscht, dass „ihre“ Mannschaft verliert, zumal Kind2 grade in den Fußballverein wollte. Ich bin mal gespannt, ob sie das in der Schule mit ihren Kumpels diskutieren oder schon wieder vergessen haben.

So weit, so langweilig. Bis demnächst!

3 Kommentare

Eingeordnet unter familie

3 Antworten zu “Back to whatever

  1. Bei mir endet der Artikel mit: „Ich bin mal gespannt, ob sie da“ – sollen wir das vervollständigen? 😉 Ich wäre für: „Ich bin mal gespannt, ob sie da… durch die Hörner pupsen/Langeweile haben/glücklich scheitern.“

  2. sandra

    schön dich wieder zu lesen (hier kommentier ich auch lieber als auf insta). Krass, ausser dass ich deine gesundheitlichen Issues nicht teile, hast du sozusagen unseren Alltag beschrieben. Ok, Musikunterricht kann zb mit Sport ausgetauscht werden, aber ansonsten hier auch Podcasts, Gamern auf youtube zuschauen, Jungs werden selbständiger…

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