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Dienstag

Einer meiner Neujahrsvorsätze: Mehr schreiben, mehr bloggen. Und vor allem: Tagebuchbloggen. Weil mich selbst all die Blogs mit ihren Ratgeberartikeln, „10 Dinge/Bücher/….die man gemacht/gelesen/gehört…haben muss“, die Einkaufstipps und wasweißich selber nicht interessieren. Nicht mehr.

Was mich interessiert: Wie sieht Alltag aus, wie organisieren sich Familien, wie arbeiten andere, was kaufen sie (aber nicht die Affiliate-Dinge, die anderen Dinge), womit verbringen andere den lieben langen Tag. Und nun fühle ich mich auch verpflichtet, ein wenig von all diesen Dingen zu teilen. Ebenso wie meine Gedanken, die mich eben so neben all dem Alltagsgetue begleiten.

Das schreib ich auf, ohne mir schlaue Überschriften auszudenken oder schicke Bilder zu machen. Wer also Spannendes erwartet, kann genau hier weg klicken.

Der Mann steht mit dem Schulkind auf und weckt mich mit Kaffee. Das Kindergartenkind und ich haben noch etwas Zeit. Es möchte spielen – bevor ich meinen Kaffee ausgetrunken habe. Wir spielen nach den Regeln, die er sich ausdenkt und nach Bedarf ändert. Na gut, dass schaffe ich auch ohne Koffein.

Heute kommt das Kindergartenkind gut in seiner Gruppe an. Vielleicht weil Spielzeugtag ist und er allen seine Feuerwehrstation zeigen kann? Ich gehe schnell wieder nach Hause und setze mich mit einer Kanne Tee an den Schreibtisch. Ein Text muss fertig geschrieben werden.

Weil ich eine schlechte Frühstückerin bin esse ich gegen Mittag ein Früchtemüsli. Ich schaue dabei ein paar Minuten in „Aufräumen mit Marie Kondo“ rein. Damit könnte ich einen eigenen Blogartikel füllen. Es war die Folge mit der Witwe, die den ganzen Kram ihres Mannes aussortieren will.

Da Minimalismus mich schon immer begleitet (auch bevor er einen Namen hatte) aber spätestens seit den Kindern wie Sysiphos gegen all die Dinge ankämpfe, die so ins Haus kommen, finde ich das schon spannend. Aber die Serie enttäuscht mich in vielerlei Hinsicht. Denn das Aussortieren war wirklich noch nie mein Problem. Mein Problem ist, all dem, was rein will Einhalt zu gebieten.

Unabhängig davon denke ich, wie…viel „besser“ die Welt sein könnte, wenn die Menschen genügsamer wären. Mit genügsam meine ich nicht, bei Mangel die Klappe halten und nichts ändern. Mit genügsam meine ich, zufrieden, wenn man genug hat. Nicht nur im Materiellen, sondern auch auf anderen Ebenen. Ich bin ja nicht so auf der materiellen Schiene anfällig für „mehr“, bei mir sind es diffusere Dinge. Anerkennung wäre spontan der passendste Begriff, aber das trifft es nicht ganz. Lebenshunger, Autonomie…Entwicklung. Mehr Zeit für all die Dinge, die ich machen möchte. Aber nun gut, ich übe mich in Genügsamkeit. Denn eigentlich kann ich sehr aus der Fülle schöpfen.

Ich mache nach der Pause noch einen Arbeitsblock, dann ein paar Erledigungen und Einkäufe. Unter anderem Mililmeter Papier. Mit dem Projekt Haushaltsbuch habe ich ein paar Bücher über das weite Thema Geld gelesen. Money von Tony Robbins zum Beispiel oder grade Mehr Geld für Mehr Leben von Vicki Robins (Neuauflage). Da soll man seine Einnahmen und Ausgaben, ähnlich wie den Dax-Index, als Linien festhalten. Und sofern vorhanden auch Anlagen. So erkenne man, wie gut man dasteht.

Ich hole das Kindergartenkind ab und sagen wir so: Wir hatten schon bessere Nachmittage. Statt einer Begrüßung kommt ein „Ich will ein Eis“ und weil meine Antwort nein lautet bin ich eine doofe Mama und werde gehaut. Ich meine, das Kind ist keine zwei mehr, sondern viereinhalb. Diese Meltdowns machen mich jedes mal fertig. Und so geht das den ganzen, kurzen Nachhauseweg. Wir spielen ein bisschen, natürlich nach seinen Regeln, und etwas später kommt der große Bruder.

Die Kinder streiten sich, glücklicherweise kommt der Mann früher nach Hause als gedacht. Das Abendessen geht einigermaßen glimpflich vorbei und nach weiterer Streiterei geht es ins Bett.

Und wie war euer Tag?

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Neujahr also

Schon Sonntag habe ich den Wecker gestellt, da uns die Kinder an den Tagen davor bis neun Uhr haben schlafen lassen. Was toll ist, aber dafür sind sie auch abends gern bis 21, 22 Uhr wach…Sonntag also langsam wieder an die 6:30 Uhr Aufstehzeit tasten. Um 7.30 Uhr gestern krieche ich also zum 7jährigen ins Bett und wecke ihn – und schlafe dann neben ihm wieder ein. Glaube ich…

Am Vormittag treffe ich mich mit Kolleginnen zu einer Filmvorführung (natürlich arbeitsrelevantes Thema!), während Mann und Kinder einen Ausflug machen. Abends holen wir uns was zu essen und versuchen früh Ruhe einkehren zu lassen.

Mich stresst der Gedanke an den Wecker, der heute dann um 6:30 klingelt so dermaßen, dass ich erst gegen 2 Uhr einschlafe und um 6 Uhr bereits wieder wach bin – meine Superkraft.

Ich wecke den Großen und schleiche in die Küche um Pancakes zu machen. Das Kind folgt unter Protest und wir schauen uns aus kleinen Augen an.

Wie ein Baum bekomme auch ich mit dem Alter Ringe. Unter den Augen.

Der 4jährige betritt die Bühne Küche. Für ihn Pancakes (die sind süß!) bitte mit Salami! Und Puderzucker drüber. Nun gut, ist halt Geschmackssache.

Der Mann hilft dem Kleenen beim Anziehen und während der Große dramalos das Haus verlässt, will der kleine Bruder so gar nicht in den Kindergarten.

Ich verspreche ihm, ihn zu tragen (kurzer Fußweg, Gottseidank) und mit ihm so lange zu warten, bis er sich von alleine traut, in seine Gruppe zu gehen. Das hilft. Auch wenn es dann eine halbe Stunde dauert, bis er bereit ist, sich von mir zu lösen.

Ich selbst beginne meinen Arbeitstag im wieder eröffneten Lieblingscafé und Mails checken…Da der Mann nachher die Kinder holt, kann ich relativ entspannt den Tag beginnen und alle Aufgaben erledigen. Ich wechsel noch zweimal den Arbeitsplatz (nach dem Kaffee nach Hause um via Meet Teammeeting zu halten und dann noch in die Bibliothek, um in Ruhe arbeiten zu können, während der Mann die Kinder beschäftigt).

Nach der Arbeit schnappe ich mir noch den 4jährigen und hole mit ihm eine neue Matschhose. Hauptkriterium (nach Kind2): sie muss grün sein. Bekommen wir.

Der Mann hat lecker Essen gemacht, wir schauen noch die Sendung mit der Maus von gestern und dann ist Schlafenszeit. Also theoretisch.

Ein Ohrenbär zur guten Nacht, oder zwei, oder drei, ein bisschen Harry Potter hinterher und dann schlafen sie einer auch schon. Und damit tschüss, für heute!

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Hallo 2019!

2.1.2019

 

Noch so frisch, dieses Datum, diese Zahl. Die Zeit zwischen den Jahren genau so verbracht: irgendwie im Dazwischen. Das war gut, das tat Not. Wir haben viel ‘Nichts’ gemacht.

Ich hab mich mit meinem Bulletjournal hingesetzt, auf das neue Jahr geschaut und mir überlegt, was ich mir von ihm wünsche. Es sind nur ein paar Stellschrauben, an denen ich arbeiten und drehen möchte, denn wenn ich eines in den letzten Jahren verstanden habe, dann, dass ich eigentlich auf einem guten Weg bin. Da muss ich mich nicht neu erfinden, nur den Fokus immer wieder neu bestimmen und ab und an einsehen, dass ich nicht auf allen Partys gleichzeitig tanzen kann.

Ich suche immer weniger nach dem großen Wurf, wichtiger werden mir die konkreten Schritte, die ich unternehmen muss, um auf meinem Weg weiter zu kommen. Und wenn es nur Babyschritte sind.

Das Schreiben hat 2018 auch beruflich einen größeren Stellenwert bekommen, verdiene ich doch endlich mein Geld damit. Dennoch werde ich mir dieses Jahr die eine oder andere Fortbildung in diesem Bereich ‘gönnen’. Wer von euch aus der Texter-/Journalismus-/Autorenecke da gute Tipps und Anlaufstellen hat, bitte her damit!

Das kleine Buch zu diesem Blog wird auch weiter bearbeitet. Entweder schicke ich es dieses Jahr an eine Agentur und hoffe, dass ein Verlag es veröffentlicht, oder ich übernehme das Ganze im SelfPublishing.

Auch eine, im Dezember aufgekommene Idee hat sich selbstständig gemacht: Mit dem #5050Freitag auf instagram will ich (werdenden) Eltern Mut machen, gleichberechtigte Elternschaft zu leben und Ideen, Anregungen und Hilfestellungen geben, dies so umzusetzen, dass es umsetzbar ist. Einen ersten Punkt habe ich ja auch hier im Blog schon festgehalten und ich werde demnächst auch die anderen Faktoren hier im Blog verschriftlichen.

Paare*, die Lust auf eine Beratung haben (individuelle Terminabsprache, Beratung via Hangout o.Ä.) und sich dafür als Versuchskaninchen her geben, können sich gerne bei mir melden! Es soll für mich bei diesem Thema nicht nur beim Schreiben bleiben!

Ansonsten möchte ich das, was ich für mich in den letzten Monaten an Wohlstand und Fülle erlebt und erfahren habe, gerne weiter geben. Ob in Form eines konkreten Ehrenamtes weiß ich noch nicht. Die Schere zwischen meinem persönlichen “Glück” und den Zuständen anderswo ist für mich manchmal unerträglich weit auseinander. Aber auch hier die Einsicht, für welche Aufgaben ich (nicht) gemacht bin. So werde ich wohl weniger an vorderster Front Hilfsgüter verteilen, sondern auch hier meinen eigenen Weg gehen (müssen).

Ich hoffe, das war euch nicht zu kryptisch. Wenn ich mich an meinen ersten Vorsatz halte, werde ich aber wieder öfter hier schreiben und euch mitnehmen, zu all diesen – für mich – Abenteuern.

Nach den ruhigen letzten Tagen haben wir grade ein wenig Lagerkoller, aber das ‘genieße’ ich noch ein paar Tage, bevor der Alltag hier wieder einkehrt, mit meinem persönlichen Horror, dem frühen Aufstehen…

Ich wünsche euch ein gesundes, tolles neue Jahr!

 

*(ich habe auch über andere Konstellationen, zum Beispiel Co-Eltern nachgedacht. Aber bei allem, was ich über diese lese, glaube ich vorerst nicht, dass hier meine Zielgruppe liegt. Denn im Gegensatz zu ‘klassischen’ Paaren gehen sie von vornherein anders an die Elternschaft und reden von Anfang an viel mehr über Vorstellungen, Wünsche und Machbarkeiten. Korrigiert mich, falls ich mich da täusche!)

 

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Die drittschönste Jahreszeit

Ich liebe diese dunkle Jahreszeit – dieses Jahr. Vielleicht fällt es mir – diesmal – so einfach, weil wir in den Herbstferien noch mal den eh schon langen Sommer verlängert haben. Jedenfalls ist uns mit Halloween, St. Martin, Karneval (11.11.) und Adventsvorbereitungen nicht langweilig und wir hatten die vergangenen Tage viel Programm:

Die kleinen Lämmer hatte ich als Vorlage. Mit Aquarellfarbe habe ich sie ausgemalt und ja, dann hat das Elter*Schaf ein Holzbein. Und das „Määääärry“ ne, ich lach mich immer noch kaputt!

nach einer Vorlage auf pinterest

11.11. Alaaaf! Ich als Pfau again.

Ok, you got me. Weihnachten steh ich total auf Kitsch. Seit der Geburt von Kind2 steht hier so ein Ostheimer Stall und bekommt jedes Jahr einen neuen Gesellen. Die Figuren werden in den Adventskalender der Kinder gesteckt und so kommt nach und nach die Weihnachtsgeschichte zum Vorschein

Seit Anfang des Monats jagt ein Termin den anderen. Halloween haben wir dieses Jahr ausfallen lassen, wird ab nächstes Jahr aber gefeiert, als ob es kein Morgen gäbe.

Sonst ärgere ich mich viel über Minimalismus- Nachhaltigkeits – Frugalisten Influencer*innen, aber dazu einen eigenen Artikel irgendwann. Denn vor lauter leckerfrischgesundunverpackt kochen und Spülmaschine ein- und leerräumen bleibt mir doch kaum noch Zeit!

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Gleichberechtigte Elternschaft: Was Geld damit zu tun hat

Neulich twitterte ich so raus, dass ich seit einem halben Jahr ein ‚Haushaltsbuch‘ führe:

Selten hab ich so viele Reaktionen auf einen tweet bekommen, wie auf diesen hier. Sehr oft kamen Nachfragen, mit welchem Tool ich das mache oder welche Posten ich im Haushaltsbuch festhalte. Und viele Reaktionen zeigten, dass so was eher unüblich ist, viele sogar keinen oder wenig Überblick über regelmäßige Einnahmen und Ausgaben haben. (Zu unserem Haushaltsbuch folgt noch ein eigener Artikel).

Warum ich das hier zu einem Beitrag über gleichberechtigte Elternschaft schreibe? Weil Geld eine ganze Menge damit zu tun hat.

Die Aufteilung von Elternzeit und späterer Teilzeit-/Vollzeitarbeit wird oft damit begründet, dass eine_r (bei Heteropaaren meist der Mann) mehr verdient als die andere. Wenn tatsächlich die Frau mehr verdient, ist Geld seltener ein Argument, auch wenn sie trotzdem meist länger in Elternzeit bleibt und später in Teilzeit geht. Da wird dann eher vorgeschoben, dass der Mann halt grade einen wichtigen Karriereschritt vor sich hat oder sein Chef ihm eine längere berufliche Unterbrechung übel nimmt (ich könnte jetzt schon so viele Fußnoten einbauen, aber ich möchte auf einen bestimmten Punkt hinaus):

Nehmen wir eben den Fall eines jungen Paares, das Eltern werden möchte und bei dem „er“ mehr verdient als „sie“. Und nehmen an, dass dieses Paar mehr verdient, als mit Mindestlohnjobs oder Hartz IV Satz möglich wäre. Damit mit der Geburt des Kindes die Aufteilung von Lohn- und Carearbeit nicht ‚automatisch‘ nach dem klassischen Modell erfolgt, bei dem ’sie‘ später auf Elternzeit und Teilzeit sitzen bleibt, während ‚er‘ in Vollzeit durchgängig weiter arbeitet, hab ich einen krassen Tipp: Werdet euch klar über euren Finanzbedarf! (Dass man natürlich die Verteilung trotzdem so handhaben kann, weil man es WILL ist selbstredend ok, aber dann soll mans auch so sagen. Aber oft hört man: „Er verdient halt mehr…“)

Erstaunlich viele Paare wissen nicht mal genau, wie viel der andere verdient oder wie viel sie zum Leben monatlich brauchen. Wer kann, kann zum Beispiel vor der Schwangerschaft Geld beiseite legen, für die Elternzeit: Wenn, sagen wir, der Mann 300 Euro im Monat mehr Elterngeld bekäme, kann man vorher schon Rücklagen bilden oder während der Schwangerschaft das Geld zur Seite legen.

Alleine durch das Festhalten unserer Einnahmen und Ausgaben haben sich unsere Finanzen verbessert, sind „Löcher“ aufgefallen und wir halten unser Geld besser zusammen. Viele Paare hätten schon lange vor der Elternzeit die Möglichkeit, Rücklagen für die erste Zeit mit Baby und Kind zu bilden. Wie gesagt, ich rede nicht von Paaren die eh schon im unteren Bereich verdienen oder während Ausbildung/Studium ihre Kinder bekommen.

Wenn ich also mit erhobenem Zeigefinger und mit dem Krückstock fuchtelnd werdenden Eltern was raten dürfte: redet über Geld und wieviel ihr braucht, das ist oft sehr erhellend und hilfreich und verhindert eine spätere Rollenverteilung, die nur ‚aus dem Bauch‘ getroffen wird.

Konkrete Fragen, die ihr euch stellen könntet:

  • wie viele Einnahmen haben wir aktuell
  • wie viel davon geben wir wofür aus
  • wie viel haben wir übrig, wo hätten wir Einsparpotential
  • können wir ein Konto (oder ganz haptisch ein Sparschwein) einrichten, auf das wir Geld für die ersten Monate/Jahre als Eltern legen
  • wie viel Geld weniger hätten wir wenn A in Elternzeit geht, wie viel weniger, wenn B auch 2,4,6 Monate Elternzeit nimmt
  • Wie sieht die Rechnung aus, wenn anschließend Kinderbetreuung vorhanden ist: wäre es finanziell möglich, das beide in Teilzeit (ob je 20, je 30 Stunden, eine_r 20, der andere 30 Stunden) gehen – Teilzeitrechner nutzen und gern auch mal ne Steuerberaterin fragen! Sowohl wenn unverheiratet, aber auch bei Verheiratet, ob dann die aktuellen Steuerklassen Sinn machen etc.
  • (indirekt im Zusammenhang mit Geld, aber wo wir schon mal dabei sind): macht es Sinn, wenn eine_r sich mit Blick auf Familienplanung schon mal einen neuen/anderen Job sucht, so dass zumindest pendeln weg fällt oder Homeoffice möglich ist (und damit mein ich die_den, die mehr arbeiten will/muss).

Für die Transparenz: wir haben uns damals nicht diese Fragen gestellt, waren beim ersten Kind dennoch beide gleich lang in Elternzeit. Für uns spielte das Thema Geld aber da auch nicht so die Rolle, das kam aber beim zweiten Kind…und außerdem: ihr könnt ja auch aus unseren Fehlern lernen ^^.

Und damit möglichst viele aus meinen Fehlern lernen, würde ich mich freuen, wenn ihr den Artikel verbreitet wo es geht!


Weil ich ja phasenweise auf Dinge stoße, die ich spannend finde und dann nahezu alles darüber lese was ich finden kann empfehle ich den durchschnittlich bis gut verdienenden werdenden Eltern hier mal Blogs zu „frugality“ oder „FIRE (financial independence retire early)“ zu googlen. Manches wirkt absurd, anderes kann hilfreich sein. Interessant auch die Stay at home Moms die Artikel über „How we live on one income“ oder so schreiben (ein Einkommen kann ja in eurem Falle auch zwei halbe Einkommen sein ^^). Ich denke schlicht: Je klarer man sich über die Finanzen ist, desto bewusster werden Entscheidungen getroffen (sofern man die Wahlmöglichkeiten hat).

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Back to the roots

Ja hallo und Wiedersehen! Ich bin wieder, oder immer noch, da. Nur jetzt – wieder – hier. Ich hab mich ja wirklich versucht darin, selber zu hosten, die Feinheiten von wordpress zu verstehen und mich als Technik-Nerd zu versuchen. Damit professionell zu wirken und vielleicht meine Chancen, für Werbepartner attraktiver zu werden, zu erhöhen.

Aber das bin ich nicht. WordPress selber zu pflegen, aktuell zu halten und mich mit den ganzen Bugs zu beschäftigen hat mich Zeit und Nerven und nicht zuletzt einiges an Geld gekostet. Zwei Profis hab ich drangesetzt, meine Seite gluecklichscheitern.de zu reparieren, flott und sicher zu machen, damit ich mich aufs Schreiben konzentrieren kann. Aber das hat nicht gereicht, irgendwas war immer. Also wieder jemanden beauftragen, warten…

Aber das bin ich nicht. Nicht die mit den schönen Fotos, mit den pinterest-tauglichen Titelbildern und auch nicht die, die für Werbepartner interessante und relevante Artikel schreibt (schreiben will…).

Aber das bin ich nicht. Die, die über ihre Reisen schreibt und vielleicht doch noch mal Reisebloggerin wird. Weil mir im letzten Urlaub aufgefallen ist, dass ich nicht entspanne, wenn ich mich darauf konzentriere, von allem das schönste Foto zu machen oder die wichtigsten Informationen zu merken, welche Sehenswürdigkeit wie erreichbar, wann geöffnet und überhaupt ist. (Ich werde trotzdem noch hier und da drüber schreiben. Aber eher, wie ich alles schreibe: ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Relevanz oder Objektivität).

Aber das bin ich nicht. Die, die ihre auf pinterest gefundenen Rezepte als ihre angibt. Was ist so schwer daran zu schreiben: Das Rezept hab ich ‚hier‘ gefunden und so und so variiert? Gleiches gilt für Bastelideen, DIYs etc. Die wenigsten erfinden doch das Rad neu!

Aber das bin ich nicht. Die, mit Artikeln wie „So klappt das Einschlafen mit deinem Kind“. Weil mir spätestens das zweite Kind gezeigt hat, wie verschieden Kinder sind, das, was bei einem funktioniert, beim anderen zum Scheitern verurteilt ist. Darum hier Alltag statt Ratschläge.

Ich bin die, die schreibt wenn und wann sie Lust hat, mal über Politisches, meist über Privates, manchmal unzusammenhängend, manchmal den ganz großen Wurf versuchend.

Und euch lade ich herzlich ein, meine Artikel zu lesen, zu teilen (wenn es teilungswürdig ist), mein Buchprojekt zu verfolgen, mich einzuladen um über gleichberechtigte Elternschaft, Feminismus und Mutterschaft zu reden oder zu schreiben, zu diskutieren, zu lachen, zu wüten…also alles wie am Anfang.

Und ich versuch mich an der großen Kunst: zu schreiben, als ob niemand mitlesen würde (so wie mein Kind in diesem Bild klettert, als würde niemand zuschauen), aber gleichzeitig so, als könnte ich für euch was hilfreiches schreiben.

Back to the roots halt. Hallo!

 

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Arbeitsorganisation im Homeoffice – ein Guide für Eltern

Vor einer Weile startete ich die Blogparade #ElternHomeOffice, weil mich das grade tierisch umtreibt, wie man sich organisiert, wenn es an allen Baustellen gleichzeitig brennt. Vielleicht erinnert ihr euch, Ausgangsfrage war

https://twitter.com/glcklchschtrn/status/864903577420132352?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=http%3A%2F%2Fgluecklichscheitern.de%2Fsearch%2Felternhomeoffice%2F

Nun, hätte ich gewusst, was für eine Arbeit so eine Blogparade ist *hust*, ich wäre nicht so stürmisch gewesen. Aber dennoch: das Thema hat eingeschlagen wie ein Blitz und auch für mich habe ich aus den vielen Texten wichtige Inputs mitgenommen. Denn auch wenn sich seit Beginn der Blogparade vor über einem Jahr viel an meinem beruflichen Setting geändert hat, im Homeoffice arbeite ich immer noch viel!

Darum habe ich euch die Beiträge in einem Post zusammen gefasst und ihr findet noch mal die Links zu den jeweiligen Blogs.

Kind2 fährt den Rollcontainer mit meinen Arbeitsunterlagen durch die Wohnung… produktives Homeoffice sieht anders aus.

Berufliches und Privates trennen

Severine von Mama on the rocks betont, wie wichtig es ist, Arbeitszeit und Haushalt zu trennen. In der Arbeitszeit (die ja meist der Betreuungs- oder Schlafenszeit der Kinder entspricht) wird alles liegen gelassen was nicht unmittelbar zum Business gehört. Also natürlich, sofern das machbar ist, aber man darf sich nicht verlocken lassen, mal eben hier ein bisschen aufzuräumen, da ein wenig zu wischen – schon ist der Vormittag vorbei und die Kinder müssen abgeholt werden.

Sie selbst nutzt die Möglichkeit, die Hausarbeit an eine Putzhilfe abzugeben aber sagt, auch wenn das finanziell nicht drin ist, muss die Hausarbeit eben warten (oder an den Partner deligiert werden).

Sich Auszeiten gönnen – von Allem!

Beim Beitrag von Mamamal3 fand ich dieses schöne Zitat von Mark Twain:

Das Geheimnis voranzukommen, ist anzufangen.

Tatsächlich geht es mir selber so, dass ich vor lauter To Dos nicht weiß, wo ich anfangen soll: Das Wichtigste ist auch das unangenehmste auf meiner Liste und oft hilft es mir, auf einem schönen Nebenschauplatz anzufangen um mich „einzugrooven“.

Sich regelmäßig (auch kleine) Aus- und Offlinezeiten gönnen und Einkäufe auch mal online bestellen sind nur zwei ihrer hilfreichen Tipps für eine gute Organisation im HomeOffice.

Was geht mit Kindern, was ohne?

Kathrin von Ökohippierabenmütter schreibt über HomeOffice im Schlafanzug (Spoiler: haha!) und die Kernfrage, die sie sich ständig stellt, bei zwei kleinen Kindern und nur wenigen Stunden Tagesmutter: Was von meinen Aufgaben kann ich nur ohne Kinder erledigen und wobei kann ich sie auch mitnehmen?

Eine Frage, die ich mir auch oft stelle, auch wenn die Dinge, die ich mit Kindern erledigen kann, sehr wenige sind. Eigentlich möchte ich den Haushalt zum Beispiel dann machen, wenn die Kinder nachmittags zu Hause sind…nur: sie wollen dann meine Aufmerksamkeit. Mit mir gemeinsam Haushalt machen funktioniert auch nicht (mehr), aber sie werden in Zukunft definitiv mehr eingebunden. Schon als Entlastung für mich selbst. Aber was mit und was besser ohne Kinder geht, ist von Kind zu Kind verschieden.

Berenice schreibt auf ihren Blog Phinabelle, dass man die Vor- und Nachteile des Homeoffice abwägen muss. Ihre drei Tipps für ein erfolgreiches Homeoffice mit Kind: angenehme Atmosphäre schaffen, Ablenkung vermeiden und feste Zeiten einplanen!

Miss Broccoli hat vor, im Homeoffice zu arbeiten. Ein Tag wird das Kind in die Kita gehen, einen halben Tag ist der Vater für die Betreuung zuständig. Nicht einfach, wenn das Kind eine ausgeprägte Mamaphase hat…

Der Idealfall im Home Office mit Kind ist…fast nie

Schon lange lese ich bei Kerstins Chaos mit und sie beschreibt in ihrem Rant sehr gut, was das „Problem“ mit dem Home Office ist: Die Vorteile sind gleichzeitig oft die Nachteile des Home Office. Wenn die Kinder krank sind, ist es natürlich praktisch, sie zu Hause betreuen zu können. Wenn man einen „richtigen“ Job hat, dann hat das Umfeld auch mal Verständnis, wenn mal wer anders bei den Kindern bleiben muss, vielleicht bieten sich die Großeltern als Unterstützung an…Im Home Office hat man aber oft die schlechteren Argumente…selbstgewähltes Schicksal?

Wie auch immer, was muss, das muss. Und ich bin froh, dass Kerstin auch in den Kommentaren zum Text dazu steht, nicht alles „aushalten“ zu können:

Ich stehe dazu, dass ich nicht unendlich tragen und aushalten kann. Das finde ich auch nicht peinlich.

Danke, Kerstin! Denn ich höre öfter diese innere Stimme, die mich stichelnd fragt, warum ich denn nicht mehr schaffe, im Home Office, nicht schneller und besser bin und überhaupt…

Wartezeiten nutzen!

Bianka von Immerdaheim hat bereits größere Kinder – und auch schon länger Erfahrung im Home Office mit Kind. Als Elter*n hat man ja immer Zeiten, in denen man mit Kindern irgendwo wartet – bei deren Sportunterricht zum Beispiel. Bianka nutzt diese Wartezeiten konsequent:

Habe ich zeitlich passend längere Wartezeiten, nehm ich schon mal den Hund mit und lauf vor Ort eine Runde mit ihm, so hab ich diese Aufgabe auch gleich erledigt. Kürzere Wartezeiten nutze ich, um z.B. schon mal Mails zu sortieren und zu löschen, um Ideen für Texte zu skizzieren oder für kleinere Recherchen für Artikel oder ähnliches. Ich hab außerdem fast immer ein Buch dabei oder halt meinen Kindle, das gelesen werden muss oder will. Also entweder etwas berufliches oder auch mal einen Roman oder sowas für mein Privatvergnügen. Was bei längeren Wartezeiten auch immer geht: Das Kind in Joggingsachen zum Termin fahren und dann dort eine Runde laufen gehen – oder halt spazieren, wenn man nicht Joggen mag. So tut man was für sich, für Körper und Seele und ärgert sich nicht, dass man rumsitzt und seine Zeit verplempert.

Lena von familienleicht hat sich erfolgreich mit einem Online-Business selbstständig gemacht und betreut 3 Kinder zu Hause. Da mal „Ruhe“ für konzentriertes Arbeiten zu finden ist gar nicht so leicht. Aber auch Kleinvieh macht Mist (etwas, was ich in den letzten Jahren lernen musste und konnte):

Wenn der Vergleich eben nicht mit 60-Std.-Wochen-Mompreneuren etc. läuft, sehen wir, was wir alles schaffen in doch recht kurzer Zeit und wieviel Produktivität letztlich da ist, wenn wir auch die kleinen Momente mit einbeziehen. Denn unter’m Strich schaffen wir immer noch viel viel mehr, als wenn wir gar nicht erst angefangen hätten. Und das ist eben auch die Riesenchance dabei. Mit über ein Jahr gesammelten Viertel- und halben Stunden täglich kann eben auch etwas aufgebaut werden.

Kirsten von Hausfrau und Mutter hat zwar keine wirklichen Tipps, aber Erfahrung mit verschiedenen Varianten von Homeoffice – ihre eindeutig favorisierte Variante ist Homeoffice mit Kindern in Betreuung. Versteh ich gut 😉

Mit den Kindern in Kontakt sein und ein positives Bild von Arbeit vermitteln

Anne hat auf Meine Elternzeit über einen Punkt geschrieben, der mir eine neue Sichtweise vermittelt hat. Statt sich ständig mit schlechtem Gewissen zu plagen, weil man auch in den Zeiten, in denen die Kinder zu Hause sind, mal am Computer sitzt, plädiert sie für mehr Transparenz und freut sich, den Kindern auch noch was zu vermitteln:

„Eigentlich wollte ich diesen Punkt „Trennung von Arbeit und Privatem“ nennen, aber das funktioniert bei uns ehrlich gesagt nicht. Und ich bin mir auch gar nicht so sicher, ob das überhaupt so erstrebenswert ist. Denn wie gesagt, habe ich manchmal kreative Arbeitsideen, während ich mich mit den Kindern beschäftige. Und für die Kinder ist es ja vielleicht auch gar nicht schlecht, wenn sie im Alltag zu Hause erleben, dass das Arbeiten eben zum Leben der Eltern gehört und ihnen idealerweise auch ein bisschen Spaß macht. Statt die Arbeit und das Familienleben also konsequent zu trennen, versuchen wir lieber, klar zu kommunizieren, was wir machen und wie lange das in etwa dauern wird.“

Ramona bzw. ihrem Blog Jademond folge ich schon seit den Anfängen meines Bloggens. Ich mag ihre unaufgeregte, reflektierte Art über verschiedenste Dinge zu schreiben und ihr Beitrag zur Blogparade knüpft ein bisschen an Annes‘ an:

Wenn die Kinder schon ein bisschen älter sind, hilft es oft, ihnen 5-10 min ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Wirklich mit ihnen in Kontakt zu sein und auf sie einzugehen. Die Kinder sind dann wieder genährt und man kann eine ungestörte Arbeitszeit verhandeln. Jetzt bin ich bei dir, nachher brauche ich wieder etwas Zeit für mich. Dabei ist es auch hilfreich, den Zeitrahmen klar und überschaubar festzustecken (kein “gleich” oder “später”, sondern konkrete Angaben).

Auch der einzige Vater (!), den ich dazu überredet habe, seinen Beitrag in meiner Blogparade zu verlinken (er hatte ihn schon früher geschrieben) überlegt, welches Bild von Arbeit er seiner Tochter vorlebt und vermittelt:

Für meine Tochter sind Begriffe wie Vereinbarkeit, Beruf, Home Office und so weiter allesamt noch recht fremd. Und das obwohl, sie sie tagtäglich vorgelebt bekommt. Die moderne Arbeitswelt ist vielfältig. Mir hat sie den Traum, vom selbstbestimmten Arbeiten erst ermöglicht. Auch meine Tochter wird irgendwann und eines schönen Tages mal einer Tätigkeit nachgehen. So zumindest die Annahme. Wie diese aussehen wird und in welcher Arbeitswelt sie sich wiederfinden wird? Angeblich werden mehr als die Hälfte der Jobs, die unsere Kinder leben zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht erfunden sein. Und doch: In welche Arbeitswelt meiner Tochter hineinwächst, auch das hängt auch davon ab, wie wir und ich diese Arbeitswelt heute gestalten. Eigentlich ein gutes Gefühl, auch wenn es noch viel zu verbessern gibt.

Lieben was man tut, müssen, was man tut…

Leonie vom wunderschönen Blog minimenschlein ist seit 13 Jahren selbstständig im Home Office, hat also viel Erfahrung und viele Settings durch. Bei ihrer zweiten Tochter musste sie lange auf eine Kitaplatzzusage warten und hat viele, viele Nachtschichten eingeschoben. Wie sie das geschafft hat? Sie will es so und sie muss (Geld verdienen):

Ich muss Geld verdienen, ich möchte Geld verdienen und ich sehe es als großes Glück an, dass ich dies im Homeoffice tun kann. Ich muss mich aber auch um meine Rente kümmern, meine Krankenkasse und Sozialabgaben selbst bezahlen und und und. Kurzum: Ich schaffe es, mich zu motivieren, weil es viele Rechnungen zu begleichen gibt, die dafür sorgen, DASS ich etwas tue. Vor allem aber schaffe ich es, mich zu motivieren, weil ich das tun kann, was ich so sehr liebe. Ich brenne total für meine Arbeit! Ich habe einfach Bock dazu! Und das ist ein großes Gut, wenn man das, was man liebt, beruflich tun darf – und damit auch erfolgreich ist.

Ihr Lieben – das war nur der erste Teil! Der zweite Teil der Auswertung folgt…bald! Bis dahin hinterlasst gerne eure Erfahrungen in den Kommentaren, ich freue mich, wenn ihr den Beitrag auf den Social Media Kanälen teilt und an Freund_innen schickt, die regelmäßig im Home Office arbeiten!

Homeoffice mit Kind

Arbeitsorganisation im Homeoffice

Homeoffice mit Kind

 

 

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Erster Sonnenbrand & Gemüsekiste

Nachts musste ich das große Kind aus seiner Decke befreien. Es hatte sich zwischen Bettbezug und -decke eingerollt, als läge er im Schlafsack. Nachts hat er dann den Ausgang nicht gefunden und Panik bekommen. Nun ja, ich dachte nach 7 Jahren würde er durchschlafen, aber irgendwas lassen sie sich immer einfallen.

Am vormittag bin ich mit den Kids in den Baumarkt gefahren. Komisch, offenbar waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee. Ich wollte vor allem ein paar stabile Kisten für meine Ausmistaktionen kaufen, die auch einigermaßen dicht sind. Unser Keller ist nicht nämlich nicht ganz trocken. Ich möchte viele Dinge dort kurzfristig zwischenlagern, bevor ich entscheide, was ich mit ihnen tue.

Neben den Kisten kauften wir aber auch ein bisschen Grünzeugs. Unser Betonhof, auf dem Fahrräder und Mülltonnen ihr Quartier haben, könnte etwas Verschönerung gebrauchen. Ob das auch sinnvoll ist, weiß ich nicht, die Sonne kommt da nämlich nicht so oft hin. Aber einen Versuch ist es wert. Nun ziert also eine Erdbeere den Hof:

Anschließend sind wir zu einem Waldspielplatz gefahren und haben dort Freunde getroffen. Wir Erwachsenen lagen in der Sonne, die Kinder spielten und wir waren ganz schön überrascht von der Wucht der Wärme. Fast fühlt es sich ein bisschen sonnenbrandig an im Gesicht.

Nachdem die Kinder endlich im Bett waren habe ich mir online unsere Gemüsekiste wieder bestellt. Ich hatte lange ausgesetzt, weil ich besonders im vorletzten Jahr kaum Zeit hatte um ‚frisch‘ zu kochen. Letztes Jahr habe ich viel selbst eingekauft. Und dies Jahr kommt wieder zusammen, dass ich arbeite, also wenig Zeit habe, aber nicht so viel arbeite (bzw. im Home Office), so dass ich zumindest die Hoffnung habe, wieder viel frisch zu kochen.

Wie haltet ihr die Waage aus knapper Zeit und frischer Küche? Kocht ihr immer das Gleiche oder geht ihr experimentell vor? Vegan oder Biofleisch (höchstens zwei mal die Woche ^^)?

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Osterferien

Die Kinder waren die kompletten Ferien zu Hause, sprich nicht im Kindergarten oder in der Offenen Ganztagsschule. Ich empfinde das als richtigen Luxus, dass das möglich war. Dass sie einfach mal den Leerlauf erleben konnten. Dadurch, dass ich meist im Homeoffice arbeite und auch zeitlich recht flexibel bin war es machbar, aber auch nicht einfach. Die beiden haben einfach unglaublich viel Energie, die muss man schon kanalisieren. Den Sommerferien seh ich aber schon jetzt ein wenig mit Grauen entgegen, denn sechs Wochen werden wir uns den Luxus nicht „leisten“ können.

Und das ist ein elendiges Paradox – ich bin nämlich sicher, dass die Kinder diese Auszeiten benötigen. Aber der Mann und ich müssen arbeiten und auch wenn ich „flexibel“ bin, ich kann und will meine Arbeit nicht in die Nacht verlegen. Dennoch – das wird sich finden.

Auch für mich waren die letzten Wochen Auszeiten dabei. Mit meiner Schwester hab ich Wellness gemacht und mit dem Mann einen Städtetrip nach Amsterdam. Während die Kinder bei den Großeltern waren. Das war schon perfekt so.

Endlich sind auch die ersten Sonnenstrahlen draußen und ich merke gleich, wie sehr das mein Leben erleichtert. Einfach Sachen packen und in den Park gehen, die Kinder beschäftigen sich da beinahe selbst.

Ansonsten denke ich viel nach. Auch deshalb war es in den letzten Wochen sehr ruhig hier. Was will ich mit diesem Blog noch, was kann ich meinen Leser*innen noch „geben“. Was sind meine Themen – denn ja, die haben sich auch gewandelt. Oft hadere ich mit mir etwas zu schreiben, wenn ich denke, dass es a) schon hundert andere irgendwie geschrieben haben und b) ich nicht vorbildhaft und perfekt bin, in dem was ich tue.

Ein Beispiel: Minimalismus und Nachhaltigkeit. Gefühlt wurde in den letzten zwei Jahren alles dazu verbloggt, in youtube gezeigt, Bücher geschrieben etc. Und außerdem – was sollte ich schon darüber schreiben? Die Wohnung hier sieht nicht aus, wie man sich minimalistische Wohnungen dank youtube und netflix vorstellt, in Sachen Nachhaltigkeit ist mein Leben gefühlt voller Kompromisse. Ich mein, ich benutze einen Wäschetrockner! Und alle zwei Jahre fliege ich mal in den Urlaub. Ab und zu kaufe ich im Unverpacktladen und auf dem Biomarkt ein, aber wenn ich mit den Kindern unterwegs bin wähle ich den Discounter, der auf dem Nachhauseweg liegt. Darf ich da was über Minimalismus oder Nachhaltigkeit schreiben?

Ich glaub, ich werde es in Zukunft einfach tun.

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Sieben

Gestern Abend haben der Mann und ich den Küchentisch vorbereitet. Geschenk verpackt, Geburtstagskarawane und Tischfeuerwerk platziert. Muffins für die Feier in der Schule sind fertig.

Am Morgen wecke ich den Star des Tages. Er schlägt direkt die Augen auf und grinst über beide Ohren. Der Mann hat die Kerzen angemacht und ich singe „heute kann es regnen, stürmen oder schnei`n…“ (ich werde vermutlich auf ewig die Einzige bleiben, die ein Geburstagsständchen singt, na gut).

Mit leuchtenden Augen wird das Geschenk ausgepackt („Blinkeschuhe“) und das Feuerwerk betrachtet. Schon toll, so eine Konfettibombe.

Der Mann begleitet das Kind mit all den Muffins zur Schule. Ich hoffe, die Menge reicht.

Ich bringe Kind2 in den Kindergarten und setze mich anschließend ins Café.

Am Nachmittag holt der Mann die Kinder ab und geht mit ihnen zum Friseur. Ich hole sie dort ab, schick sehen sie aus und eine Spur größer als heut Morgen 🙂

Es gibt Kuchen, einen aus der Tiefkühle vom Supermarkt. Nachdem ich am Vorabend 25 Muffins gebacken habe und für Samstag und Sonntag ja auch noch Geburtstagsbäckerei ansteht fand ich das mehr als in Ordnung. Kind1 hatte einen schönen Tag in der Schule, er dekoriert mit Luftschlangen noch die Küche und sein Zimmer und anschließend dürfen die Kinder noch Paw Patrol gucken, bevor es Abendessen gibt. Ein wenig aufgedreht fällt es den Kindern schwer einzuschlafen, aber gegen halb neun ist Ruhe.

Ich versuche nun, diesen Blog auf https umzustellen und freue mich auf einen ruhigen Abend.

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