Unser zweites Zuhause: Warum wir jetzt einen Wohnwagen haben

Als Teenie war ich in den Sommern zelten, mit anderen Jugendlichen. In Schweden. Große Rundzelte am See, Lagerfeuer und Gesang mit Gitarrenbegleitung aus der “mundorgel” (Wer kennt’s???).

Geduscht wurde nur, wenn es unumgänglich war, denn die provisorische Dusche spendete nur kaltes Wasser. Bei Regen saßen wir in der Holzhütte, spielten Brettspiele und batikten Mullwindeln.

Wohnwagen auf dem Campingplatz Glavotok, Krk, Kroatien

Wohnwagen auf dem Campingplatz Glavotok, Krk, Kroatien

Wohnwagen vor dem Anstrich

Wohnwagen vor dem Anstrich

Jahre später fuhren auch der Mann und ich mit dem Zelt in den Urlaub. Südfrankreich und Sardinien – Sonne, Wasser, Hängematte. Und immer feinstes Wetter!

Mit dem Erstgeborenen sind wir eine Woche im Bulli verreist, da war er drei Jahre alt. Und ich mit dem zweiten Kind schwanger. Das war auf Teneriffa und jeden Abend begleitete uns das Geräusch der Wellen in den Schlaf.

Noch ein wenig später, mit dem zweiten Kind, suchten wir den Kompromiss zwischen Freiheit und Komfort. Und scheiterten mehr oder weniger. Mobilwohnheime auf Campingplätzen – das kam zwar schon recht nah dran an ausreichend Komfort. Oder doch zumindest an das, was man für die Nächte zu viert braucht. Aber nicht an das, was ich gerne an Freiheit gehabt hätte. “Freiheit” wie in Wellenrauschen und Regentropfen bei Nacht.

Aber dafür wieder in ein Zelt? Zu viert? Das haben wir zweimal jeweils für ein langes Wochenende gemacht. Es war…ok. Irgendwie fehlte aber immer etwas. Eine vernünftige Ablage für… Zeugs. Zeugs hat man mit Kindern ja genug. Es fehlte eine Kochmöglichkeit, Stauraum, Platz.

Ja, es gibt auch wirklich große Zelte. Mit Vorzelten. Und Leute, die sogar Kühlschränke da reinstellen.

Aber da gab es auch unsere Sommerurlaube in Kroatien mit den heftigen Sommergewittern. Au weia, jetzt da draußen, mit Kindern im Zelt?

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Unser Wohnwagen ist bunt

Zelten kann großartig sein, es kann aber auch schnell zum Albtraum werden.

Weil wir, seit wir Kinder haben, Campingplätze lieben – die Jungs können sich meist frei auf den Grundstücken bewegen, finden schnell andere Kinder – wollten wir uns nach einem rollenden Zelt umsehen.

Abendatmosphäre am Wohnwagen

Abendatmosphäre am Wohnwagen

Bulli, Wohnmobil oder Wohnwagen?

Es sollte also ein Zuhause auf Rädern werden. Wir fuhren auf eine Messe und schauten uns Dachzelte, Klappzelte, Wohnmobile und überhaupt alles an, was der Markt gerade zu bieten hat. Jede Variante hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Nachdem wir Zelte also ausgeschlossen hatten, blieben drei übrig: Bulli, Wohnmobil oder Wohnwagen.

Ein Bulli ist so ein Träumchen, das wir eigentlich schon lange haben. Ein Bulli ist aber auch ein eigenes Auto. Mit allen Kosten und Reparaturen die das mittelfristig mit sich bringt. Und eigentlich wollen wir als Familie mit nur einem Auto auskommen. Außerdem kommen die Parkplatzsuche in der Großstadt und die große Diebstahlgefahr dazu. Wir heben uns diesen Traum für den Ruhestand auf…

Blieben also Wohnmobil oder Wohnwagen, wobei sich das Wohnmobil aus ähnlichen Gründen disqualifiziert: Zu teuer in Anschaffung und Unterhalt, zu viel Platzverbrauch und dafür wird er dann zu selten genutzt – einen Bulli oder Van kann man ja noch zur Not als Stadt-taugliches Gefährt nutzen, aber ein Wohnmobil nützt da nichts.

Und nicht zuletzt: Wir fahren nicht auf einen Campingplatz, um die ganzen Ferien nur auf dem Platz zu verbringen. Wir machen Ausflüge, fahren einkaufen und wollen was von der Gegend sehen. Wenn man erst immer alles ins Wohnmobil packen muss um dann mit dem schweren Gefährt durch die kleinen Dörfer zu juckeln – nein danke!

Ein Wohnwagen für den Familienurlaub

Ein Wohnwagen also! Letzten Endes brauchen wir nur etwas, was fester und regenbeständiger ist als ein Zelt und mehr Stauraum bietet. Da wir nur Campingplätze ansteuern wollen und die Kinder groß genug sind, brauchen wir nicht mal eine Toilette im Wagen. Der Wohnwagen braucht also nur zwei Räder und Platz zum Schlafen.

Sich ein neues Modell anzuschaffen, hielten wir für überflüssig. Auch hier ließe sich für eine Neuanschaffung viel Geld investieren. Aber mal ehrlich, worum geht es denn beim Campen? Die Freiheit, die Unbeschwertheit, die Flexibilität. Da ist der Wohnwagen lediglich als Schlafplatz gedacht – jedenfalls bei uns.

Wir schauten uns auf Kleinanzeigen und Co um, hörten bei Freund_innen und Arbeitskolleg_innen nach, ob wer jemanden kennt, der jemanden kennt…und so schauten wir uns den ersten Wagen an. Ich glaub, der war mein Baujahr (1980), winzig und reparaturbedürftig. Das war dann sogar für mich etwas zu spartanisch. Der zweite Wagen, den wir uns ansahen, war dann direkt unser: Baujahr 1995, liebevoll gepflegt vom Vorbesitzer – ein ehemaliger Arbeitskollege vom Mann – und regelmäßig gewartet. Ein paar optische Änderungen mussten noch vorgenommen werden, aber ansonsten sollte das unser zukünftiges Urlaubsmobil werden.

Zwei Matratzen bekamen wir rein, auf denen wir uns Vier aufteilen. Eine Ecke könnte man flexibel in eine Sitzecke verwandeln, aber das haben wir nicht genutzt. Wir sind ja – noch – Schönwettercamper_innen. Gesessen haben wir meist unter dem Shelter (eine Art Vorzelt) und wenn es doch mal geregnet hat, lümmelten wir uns auf den Matratzen oder machten einen Ausflug.

Ein paar lange Wochenenden und zwei Wochen Kroatien haben wir bereits mit unserer kleinen “Kiwi” erlebt und sind mit dieser Wahl sehr happy.

Die abgetrennte Toilette haben wir als Abstellkammer genutzt und wir waren sehr erstaunt, wie viel in den Wohnwagen reinpasst (und noch erstaunter, wie viel Gepäck trotzdem im Kofferraum unseres Autos verschwand).

Wenn die Kinder größer sind und sich nicht mehr eine Matratze teilen wollen, werden wir uns nach einem aufblasbaren Vorzelt umschauen um dann die Schlafplätze zu vergrößern. Bis dahin sind wir mit unserer kleinen “Kiwi” rundum zufrieden und hoffen, noch viele Urlaube gemeinsam zu erleben.

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Zuhause ist, wo die eigene Bettwäsche ist

Habt ihr schon mal Campingurlaub unter eigenem Dach gemacht? Zelt, Wohnmobil, Bulli? Oder könntet euch das vorstellen? Verlinkt in den Kommentaren gern auch eure Reiseberichte oder eure liebsten Campingplätze!

Wir warten bis Mai, da geht es nach Holland – wohin reist ihr?

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Auf ein Neues!

Frohes Neues sag ich noch. Ist ja noch nicht so alt das Jahr, aber dennoch: drei Wochen schon wieder rum?

Scheinbar ist man inzwischen zu cool für Neujahrsvorsätze. Weil ein Jahresanfang ja gar nichts heiße, gute Vorsätze kann man ja immer fassen und jeder Tag ist ein guter Tag und…überhaupt.

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Ein Selfie aus Dezember. Da sah ich morgens im Spiegel das erste Mal so alt aus, wie ich es laut Perso auch bin

Tja, ich bin aber eine von diesen Menschen, die jedes Jahr 100 neue Vorsätze fasst, sie hoffnungsvoll in ihr dilettantisch aufgemachtes Bulletjournal schreibt und sich am Ende des Jahres beim Nachlesen wundert, was sie mit „Kurs iHWK buchen“ meinte.

Meine Bucket List für 2020

Vielleicht brauchen Neujahrsvorsätze auch nur eine Umbenennung. Bucket Listen sind doch immer noch heißer Scheiß, oder? Wenn nicht, auch egal!

Hier meine – laaange – Liste von Vorsätzen, To Dos oder Buckets – however you call it, that’s what I want:

– mein Vorkinder-Gewicht erreichen

– ausmisten

– ein paar Fortbildungen machen

Gelebte Nachbarschaft – Shareconomy und Nachhaltigkeit

Der Umzug in den Vorort bringt für uns als Kleinfamilie viel Gutes mit sich. Die Familien mit Kindern sind eh schnell in Kontakt und die Kinder verabreden sich selbst. Ich seh das auch als Chance (oder Herausforderung) in diesem 3000 Seelen Ort eine Shareconomy im Kleinen zu schaffen. Jede_r hat hier eine Leiter, einen Rasenmäher, einen Schlitten, Werkzeug etc. Das müssen wir uns nicht auch noch alles einzeln anschaffen. Einiges haben wir schon mündlich oder per nebenan.de organisiert. Ich möchte jetzt auch noch bei Pumpipumpe aktiv werden. Hier kann man sich zum einen ganz analog Sticker bestellen, die man auf den Briefkasten kleben kann (oder besser sichtbar im Vorgarten/am Haus). Darauf sind Symbole abgebildet, die anzeigen, was man tauschen/verleihen kann. Digital gibt es das auch, mit einer Map, auf der man unter seiner Adresse die Gegenstände anzeigen kann.

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Einen Eichelhäher sehe ich hier oft. Ebenso Rotkehlchen, Buntspecht, Amseln, Meisen…

Unseren Vorgarten möchte ich ‚essbar‘ gestalten. Himbeersträucher (vielleicht einen Nussstrauch), ein Hochbeet mit Salat und Erdbeeren und das ganz offensiv zum Mitnehmen anbieten. Und auch hier digital bei mundraub.org registrieren, dass man hier was mitnehmen DARF. Dann stell ich mir eine Bank in den Vorgarten und bereite mich auf ein Leben als Fenster-Omi vor.

Für den Biomüll möchte ich einen Kompost und einen Bokashi bauen. Vielleicht eine Wurmkiste, aber da hab ich doch Bedenken wegen der armen Tiere. Vermutlich muss man immer darauf achten, die Kiste ausreichend zu füllen, damit sie nicht reihenweise wegsterben. Und nachdem ich es inzwischen schaffe, sogar meine Orchideen verrecken zu lassen (die ich bisher immer sehr pflegeleicht fand, einfach nicht gießen) ist mir das zu viel Verantwortung.

Und nachdem ich letztes Jahr in eine Partei eingetreten bin, möchte ich dies Jahr noch Mitglied in einer Umweltorganisation werden. Meine konkreten Gedanken zu #Klimaangst und co ein anderes Mal.

Haus und Wohnwagen vermieten – und viel reisen!

Schon lange liebäugel ich mit der Idee, unsere Urlaube „kostenneutral“ zu gestalten. Seit wir vor gut einem Jahr den Wohnwagen ergattert haben ist das Fernweh noch größer geworden. Die ersten Reisen (Eindrücke davon findet ihr in meinen Insta-Story Highlights) mit der kleinen Kutsche waren echte Traumurlaube und ich freue mich sehr auf Ausflüge nach Nord und Süd und Ost und West.

Camping mit dem Wohnwagen hat die Urlaubspreise im Vergleich zu Ferienwohnung oder Bungalow auf Campingplätzen schon mal halbiert. Wenn wir in der Zeit aber noch unser Häuschen untervermieten und den Wohnwagen auch dann, wenn wir nicht mit ihm unterwegs sind, ließen sich die Ausgaben vielleicht noch weiter reduzieren. Das macht natürlich Arbeit an anderer Stelle (eben an Zeit für Fotos, Orga, Aufräumen und Putzen), aber ich würde das gerne ausprobieren. Also richte ich Accounts für Airbnb, Haustausch und Paulcamper ein und hoffe auf vertrauenswürdige Untermieter*innen!

Haus und Garten

Der Umzug in Hausmitgarten bringt viele Möglichkeiten mit sich. Sooo viele Möglichkeiten. Und so wenig Ahnung…es sollte so Grundkurse für Neuhausbesitzer’innen geben, wo man lernt, was man alles so machen muss und wie: wann man die Einfahrt sauber macht, die Dachrinne, welche Hecken muss man schneiden und wie legt man ein Beet an?!

Die Rosen der Vorbesitzerin mussten leider den Bauarbeiten weichen und wurden durch neue von der Schwiegermutter ersetzt. Übernommen haben wir, neben einigen Nadelbäumen, einen Sommerflieder, Holunder, einen riesigen Rosmarin, eine Stachelbeere, eine Johannisbeere.

Ich habe schnell gelernt, dass man für den Garten kleine Ziele braucht. Besonders, wenn man kein Budget dafür eingeplant hat. Ich möchte ein Gemüse- und Kräuterbeet anlegen, ein Hochbeet im Vorgarten und ein, zwei Beerensträucher setzen. Ansonsten darf dort wild wuchern, was Insekten das Leben schöner macht. Eine Efeuwand haben wir auch übernommen, die bedarf regelmäßigen Rückschnitts, so viel habe ich schon rausgefunden.

Kreativität

Letztes Jahr habe ich angefangen, ein Hobby meiner Jugend wieder aufleben zu lassen: das Musizieren. Hauptsächlich habe ich Querflöte gespielt und habe bis zum Abi ein gewisses Level erreicht. Davon bin ich nun weit entfernt, aber da ich ja nicht vorhabe, auf klassischen Bühnen zu stehen erlaubt das viel spielerischen Freiraum.

Meine Stiftesammlung hat inzwischen absurde Größe angenommen und ich möchte zeichnen lernen. Genau genommen: Schmetterlinge zeichnen lernen. Keine Ahnung, warum ausgerechnet Schmetterlinge. Schöne Tiere, interessant, bunt (manche). img_8576img_9152

So, Hand aufs Herz: seid ihr Team ZucoolfürNeujahrsvorsätze oder Team 100DingeaufderBucketlist?

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Kein Ehevertrag ist wohl ein Ehevertrag

Habt ihr eigentlich einen Ehevertrag? “Neee, sowas brauchen wir nicht” – “Ach nö, ist doch unromantisch”. Mag sein. Fakt ist nur: Auch wenn ihr keinen eigenen Ehevertrag ausarbeitet, geht ihr mit der Eheschließung einen Vertrag ein. Nur, dass dann nicht ihr die Regeln macht, sondern Vater Staat. Ich bin keine studierte Juristin und ich weiß, dass Jurist*innen gerne um Worte streiten, ich bitte euch an dieser Stelle mir Ungenauigkeiten in der Begriffswahl zu verzeihen.

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@5050elternschaft heisst mein Instaaccount genau eben dazu…

Wenn ihr eine Ehe schließt, dann treten die zugehörigen Rechtswirkungen ein, ganz egal, ob ihr mal an entsprechender Stelle im bürgerlichen Gesetzbuch nachgeschlagen habt, was das heißt und einschließt. Im Prinzip unterschreibt ihr bei der Trauung “blind” einen Vertrag. Würdet ihr doch bei keinem anderen Vertrag tun, oder?

Ein (zusätzlich) geschlossener Ehevertrag kann aber Dinge regeln, die besonders dann wichtig sind, wenn ein_e Ehepartner_in wegen der Kinderbetreuung beruflich kürzer oder zurück tritt:

  • Unterhalt nach der Scheidung: Im “klassischen” Fall, in dem die Mutter kürzer oder ganz aus dem Beruf tritt hätte sie nach einer Scheidung keinen Anspruch auf Unterhalt, wenn das jüngste Kind älter als drei Jahre ist. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten müsste sie wieder mehr/Vollzeit arbeiten. Hier könnte man festlegen: Wer sich mehr um die Kinder kümmert und darum weniger lohnarbeiten kann bekommt Unterhalt, so lange die Kinder jünger als 14 sind (oder noch zu Hause wohnen oder was auch immer).
  • Altersvorsorge: Zwar werden bei einer Scheidung Rentenpunkte geteilt, aber ist ein_e Ehepartner_in beruflich zurück getreten und hat darum einen geringeren Rentenanspruch, kann man auch hier (auch schon während der Ehe) Vorsorge treffen: Der mehr verdienende Partner kann eine bestimmte Summe zur Seite legen oder in Wertpapiere anlegen, um diese Rentenlücke zu begleichen.

Das sind nur wenige, aber sehr wichtige Punkte. Und noch viel wichtiger sind sie eigentlich für alle Paare, die unverheiratet sind. Denn hier fällt bei einer Trennung auch der Zugewinnausgleich weg. Und unromantisch? Nun ja, jede_r versteht Romantik anders, aber ich finde nichts romantischer als sich umeinander zu kümmern und Gedanken zu machen, wie man im Worst Case miteinander umgeht. Wem ein Ehevertrag (oder eben ein nicht-ehelicher Zivilvertrag) zu umständlich und aufwendig ist, kann ja ähnlich wie bei einem Testament, handschriftlich zu Papier bringen, wie man bei einer Scheidung füreinander sorgen will. Das wäre zwar nicht rechtlich bindend, aber vielleicht moralisch. Soll bei manchen ja ausreichen.

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Spätsommer

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Das große Kind hat sich eine HalloweenParty gewünscht. Für die Deko brauchen wir natürlich Fledermäuse. So bekommt man auch den ein oder anderen verregneten Nachmittag herum.

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Was für mich Luxus ist? Nicht täglich im Verkehr stecken zu müssen, auf der Autobahn, im Stau. Oder wie eine Ölsardine eingequetscht in der Bahn. Hab ich alles hinter mir, brauch und will ich nie mehr.

Freiwillig dagegen fahre ich mal mit dem Fahrrad in die große Stadt um mit Kolleginnen zu arbeiten. Nur Homeoffice ist auch langweilig.

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Eines der Kinder möchte Forscher und Erfinder werden. Also experimentieren wir viel. Hier entstanden Salz…kristalle. Einfach Salz in ein Glas mit Wasser geben, einen Stift quer drüber legen und einen Faden dran binden, der ins Glas taucht. Allerdings fand es das Salz hier besser, am Stift und nicht am Faden hängen zu bleiben.

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Nach dem Umzug wurde ich Mitglied im lokalen Surfverein. Einmal pro Saison muss man vor Ort Ordnungsdienst am Clubheim leisten. Weil ich spät dran war blieb mir nur ein Termin Mitte Oktober. Aber weil die Sonne noch mal alles gab war es fast wie Urlaub:

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Life is eben better am Beach

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Fast hätte ich noch einen Sonnenbrand bekommen

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Das blaue Band da quer durchs Bild ist eine Slackline. Die hab ich zum Geburtstag im Frühjahr bekommen und seit einigen Wochen hängt sie dann auch mal im Garten. Inzwischen kann ich ein paar Sekunden darauf stehen. Yeah.

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Warum könnt ihr auf meinem Instaaccount nachlesen. Und erzählt gern mal, ob ihr einen Ehevertrag oder andere Vereinbarungen habt, um Lohn- und Carearbeit auszugleichen.

 

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Herbst

Der Herbst…in einigen Jahren haben die kürzer werdenden Tage und das schwere grau der Wolken mir wochenlange Melancholie bescherrt. Vor allem das im Dunklen aus dem Haus gehen und zur Arbeit fahren und im Dunkeln wieder zurück…glücklicherweise darf ich im Homeoffice arbeiten und seitdem haben Herbst und Winter seine Bedrohlichkeit verloren.

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Ich arbeite seit zwei Jahren für Wildling Shoes und darf an diesem Herbsttag mit zu einem Interview – wir spazieren durch den Wald und das Licht ist einfach unglaublich.

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Bunte Decken helfen auch gegen herbstgrau. Der Blick in den Garten fordert mich zwar ständig dazu auf, endlich dort alles winterfest zu machen, aber an das Thema Garten pirsche ich mich grad erst langsam an.

 

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Drei Katzen sind es inzwischen. Sie sind stets bemüht, mir beim Arbeiten und bei allen anderen Dingen zu „helfen“. Im Prinzip sind sie wie pflegeleichte Kleinkinder – sie brauchen nicht die körperliche Betreuung, aber ganz viel Zuwendung. Und das Licht auf meinem Bulletjournal ist einfach zu schön.

 

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Nachdem der September fleischfrei lief wollte ich im Oktober mit dem Projekt plastikfrei starten. Hier ist die Unterstützung zu Hause etwas geringer…Nun ja, der Allzweckreiniger ist alle und ich mach aus diversen Mitteln, die ich noch da habe, einen selber.

 

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Kommt Kinder, lasst uns spazieren gehen! Kastanien und Blätter sammeln, Bäume bestimmen, Vogelstimmen lauschen…“Mama, wann sind wir da?“ „Mama, ich will nach Hause!“ „Mama, hast du was zu essen dabei, ich hab Hunger?“ „Mama, was ist das für ein Baum? Aua!!!“ – „Das ist eine Brennessel, mein Schatz“. Ich sag mal so: So lange nicht Indiana Jones auftaucht und uns durch den Dschungel Wald führt, lasse ich das mit den Spaziergängen. Zuhause recherchiere ich Umwelt- oder Naturpädagogikgruppen in der Gegend, finde aber nichts. BUND und Nabu haben so unübersichtliche Websites, dass ich nach einer halben Stunde aufgebe zu suchen.

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Ich muss immer über die Instagramästhetik der #Zerowaste-Influencer schmunzeln. Alles so in schönen Glas- oder Edelstahldosen oder in naturfarbenen Beuteln. Ich sammel dagegen alle Tupper- und Noname-plastedosen zusammen für meinen Einkauf im Unverpacktladen. Glas und Edelstahl ist mir viel zu schwer.

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Handschmeichler gefunden. In jeder Jacken- und Hosentasche landen sie und ich freue mich jedesmal, wenn meine Hand eine Kastanie umschließt.

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Mal wieder was anderes lesen als Sachbücher. Das ist der Plan. Die Ausbeute aus der kleinen Stadtteilbibliothek – natürlich alles Autorinnen.

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Ein Wochenende verbringe ich bei einem Holzkurs im Handwerkerinnenhaus Köln. Ich wollte so gerne mal was „praktisches“ lernen. Aber erstmal heisst es: Rechnen. Kein Bausatz wird vorgegeben, alles Maßanfertigung

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Nach anderthalb Tagen ist das Gewürzregal fertig und echt keine Raketenwissenschaft. Es war schön, in dieser Runde zu sehen, wie nach und nach das Zutrauen bei allen Teilnehmenden wuchs. Am Anfang traute sich keine_r so richtig an die schweren Geräte ran, aber nach kurzer Einweisung und gegenseitigem Zuspruch flogen irgendwann die Holzspäne, der Tischbohrer und die Stichsäge machten den Soundtrack und am Ende hatte wirklich jede ein tolles Objekt mit nach Hause genommen. Im November mache ich noch einen Kurs und am Ende soll ein „richtiges“ Möbelstück stehen.

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Plastikfrei bringt einige Herausforderungen. Meine Sojamlich kommt im Tetrapack daher, daher versuch ich mich an Alternativen. Sojamlich selber machen habe ich einige Male probiert und war mit dem Verhältnis – Aufwand/Ergebnis nicht zufrieden. Ich versuche mal Hafermilch, mit Haferflocken und Wasser. Der erste Versuch misslingt, versucht nicht, das Gemisch zu kochen! Dann hat man Haferschleim und es bleibt keine Flüssigkeit mehr übrig für den Kaffee…

Falls ihr Lust habt, meinen Gedanken zu gleichberechtigter Elternschaft zu folgen kommt gern auf Instagram zu mir – klick hier

Alltägliches findet ihr weiterhin auf Instagram unter glcklchschtrn

Habt eine schöne Woche!

 

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Vegetarischer September

Danke für eure lieben Rückmeldungen zum letzten Post! Viele kamen auf facebook (jeder Blogbeitrag hier wird automatisch mit meiner facebook-Seite geteilt, das hatte ich mal so eingestellt und vergessen). Facebook, ich dachte, da ist keine_r mehr. Vielleicht war das mein Fehler. Ich scrolle eher durch instagram und versuche da irgendwie mitzuhalten. Dabei sind schöne Fotos gar nicht meine Stärke, aber ich mag halt Herausforderungen. Also gut, ich werde in Zukunft wieder öfter an meine Lieben auf facebook denken und mich dort melden.

Das Bloggen war für mich, besonders anfangs, ein Ventil für all das, was mich aufregt. Als Feministin schwanger – da gibt es so einiges zum Aufregen. Andere bloggen nicht über Dinge, die sie ärgern und jammern nicht, aus Angst, dass es dann noch schlimmer kommt. Bei mir ist es umgekehrt: Ich trau mich nicht zu schreiben, wenn alles rund läuft, aus Angst, dass es dann schlimmer kommt. Ein bisschen absurd, aber so lebt jede_r seinen Aberglauben anders.

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Nach dem Umzug in die Vorstadt bin ich dem lokalen Surfverein beigetreten. Zweimal im Jahr fahren wir ans Velouwemeer, grillen abends und surfen, wenn es der Wind erlaubt.

Ich lehne mich wohl nicht weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass Jede_r, di_er was ins Internet schreibt, malt, filmt…sich irgendwie darüber freut, auch wahr genommen zu werden. Sonst könnten wir ja auch klassisch Tagebuch schreiben. Oder so. Aber: ich schreibe, ihr lest. Ihr wisst ein bisschen von mir, ich fast nichts von euch. Dabei bin ich so neugierig! Also, ich freue mich wirklich, von euch zu lesen.

Hinzu kommt, dass es zu den Urzeiten des Bloggens so war: Jemand (also ich zum Beispiel) hat gebloggt und andere haben kommentiert. Irgendwann haben die anderen dann, statt zu kommentieren, selber gebloggt. Vielleicht dann auf meinen Artikel verlinkt. Und dann…ja, dann hat jede_ r seine Blogparade und seine Linktoolparaden gemacht. Gut für SEO und die eigene Bekanntheit. Ach, ich will auch nicht nörgeln. Et is, wie et iss.

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Herbstdeko ausdrucken und ausmalen. Gesehen bei Bine Brändle

Ich versuche, mein Schreiben neu auszurichten, denn da sind viele Texte eigentlich schon fertig in meinem Kopf. Aber es ist ein Stilbruch. Andererseits: Dies ist mein Blog und ich kann ja schreiben, was und worüber ich will. Am liebsten, in Zukunft, über mein dilettantisch-kreatives Scannerleben. Mit Familie. Und dem Vorhaben, mehr über gleichberechtigte Elternschaft zu schreiben und zu reden, ohne Paaren, die das nicht so schaffen wie gewünscht vor den Kopf zu knallen, das sei alles nur eine Frage des Wollens. Hey, look at me!

Hier gibt es also in Zukunft vermutlich wieder viel Text. Keine aufgehellten Fotos, keine Flatlays (ich meine nicht den Typen von Lord of the Dance) und auch keine “10 Dinge, die du immer schon über Dings wissen wolltest”. Das sind nämlich eigentlich immer die Dinge, die alle schon wissen.

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Beinahe hätte ich meine Steuererklärung für 2018 gemacht.

Also kleiner Monatsrückblick

Wir hatten im September einen vegetarischen Monat! Also ich, ich ernähre mich ja schon seit 2007 vegetarisch, inzwischen fast schon vegan. Aber der Mann…nun ja, der ist nun mal fast genau so lange mit mir zusammen wie ich Vegetarierin bin, also hat er hautnah erfahren, dass man nicht vom Fleisch fällt (sorry, Karlauer, aber der musste sein), wenn man Tiere vom Speiseplan streicht. Und das Fleisch groß und stark macht, glaubt heute ja eh keiner mehr. Immer mal wieder fiel also ein “Also Vegetarier werden – das könnte ich mir schon vorstellen” aus dem Mund des Mannes. Find ich ja viel romantischer als jeden Liebesbrief, aber nicht, wenn nicht mal Nägel mit Köpfen gemacht werden. Also sagte ich Ende August: So, Grillzeit fast vorbei, im September könntest du mal auf Fleisch verzichten.

Praktischerweise entdeckten wir kurz zuvor noch ein paar vegane Burger und Würstchen, die auch ihm schmeckten und ich habe echt einiges getan, um diese aufzutreiben.

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„Entschuldigung, meine Katze hat meine Unterlagen aufgefressen!“ „Ja, sicher!“

Ich würde ja nach diesem Monat faszinierende Erkenntnisse teilen wollen, aber: der Mann ist noch der gleiche wie vorher. Wir haben gut gegessen und das fast genau so wie vorher (Fleisch gab es ja eh nur, wenn der Mann gekocht hat, meistens war es dann ein “Add on”). Zweimal hat der Mann dann doch mal zum Fleisch gegriffen. Er wird wohl dauerhaft – leider – kein Veggie, aber isst kein Billigfleisch mehr.

Die Kinder haben viel Zeit mit Feuermachen im Garten verbracht, ich mit Efeu- und Heckeschneiden und überhaupt: wenn man Hausmitgarten hat, braucht man eigentlich keine Hobbys mehr.

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Efeu ist echt schön. Vögel brüten darin, Insekten lieben es. Ich ja auch, aber nicht, wenn es an Nachbars Garage hochwächst (und auf unserem Grundstück seine Wurzeln hat)

Der nächste Monat steht im Zeichen von: plastikfrei einkaufen. Und eine Halloweenparty planen. Was macht ihr?

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Was ist neu…kleines Update

Je lauter das Leben, desto stiller werde ich. Hier zumindest. Ich versuche dagegen zu steuern aber habe irgendwo das Ruder verloren. Ist aber gar nicht schlimm, denn das Leben fließt so vor sich hin, die Aussicht ist schön und mir fehlt es eigentlich an gar nichts.

Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt noch in dieses Internet schreiben soll und will, weil die Resonanz einfach komplett ausbleibt. Das ist ok, ist auch eine Aussage und wenn ich eines weiß, dann, das man Dinge immer für sich tun soll. Nicht für den Applaus, nicht für Andere oder für Anerkennung. Ein bisschen wie am Anfang, als ich mich fast erschreckte, wenn jemand kommentierte und ich wusste: Oh, da ist wirklich jemand, der das liest.

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Die neue Küche ist wunderschön, räumt sich dummerweise aber auch nicht von alleine auf

Was ist es also, worüber ich noch schreiben kann, schreiben will, für mich und die paar wenigen, die hier lesen?

Kleines RealLifeUpdate für die, die mir bis hier treu geblieben sind: Umzug in die Vorstadt, nein ins Dorf, vor einem halben Jahr. Einfamilienhaus am Ende einer Straße, dahinter Sportplatz und Wald. Eine Kirche, ein Bäcker, ein Kindergarten und eine Schule. Ach, ein kleiner Supermarkt hat vor einer Weile auch – wieder – aufgemacht. Dann kommt lange nichts, ein See, eine Autobahn. Ein ganz anderes Leben als in der Großstadt aber doch so, als hätten wir nie anders gelebt.

Ich muss zwar lernen, wie man Unkraut aus der Einfahrt entfernt und was man mit einem Garten anfängt, aber glücklicherweise muss ich das nicht alles morgen können.

Zwei Katzen sind hier eingezogen, zusätzlich zu unserer alten Hauskatze, die not very amused ist. Die Kinder haben schnell Anschluss gefunden, in Schule und Kindergarten neue Freunde gefunden und es ist alles in allem ein bisschen wie in meiner Kindheit: Die Kinder klingeln beieinander, besuchen sich zum Spielen, fahren mit dem Rad durch die Gegend oder rennen durch die Gärten.

Ich könnte es grade nicht besser haben. Dass die Geschehnisse in dieser Welt ein Kontrastprogramm fahren könnte mir scheinbar egal sein, ist es aber nicht.

Und darüber hinaus? Ich verfolge weiterhin Themen, aber irgendwie sind alle davon in diesem Internet so stark vertreten, dass ich nicht weiß, wo ich euch mit Mehrwert dienen kann: Feminismus, Geld, Gleichberechtigte Elternschaft, Mental Load, Minimalismus, Nachhaltigkeit, Scanner, Kreatives Leben, Gutes Leben, Gesundheit…interessiert euch bei irgendwas davon meine 2cents? Sonst lass ich das weiterhin in meine Alltagsposts fließen.

Danke, dass ihr noch da seid und vielleicht winkt ihr mir kurz – virtuell – nach so langer Zeit hier mal wieder. Damit ich sehe, dass ihr wirklich noch da seid 😉

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Coworking, Krimis und Kitabesichtigung

Ich weiß echt nicht, wie man das abends regelmäßig hinbekommt, dieses Tagebuchbloggen. Gestern abend habe ich schon wieder kapituliert. Dabei war der Montag beinahe relaxt. Weil der Mann nachmittags die Kinder bespaßte, hatte ich beim Arbeiten keinen Zeitdruck. Eine Kollegin kam vorbei und wir arbeiteten gemeinsam. Weil ich am Sonntag ja so fleißig vorgekocht habe, konnte ich sie mit Muffins und Brot total beeindrucken.

Nach der Arbeit war es schon so spät, dass wir Abendbrot hatten und dann die Kinder ins Bett überredet haben.

Heute morgen schlich der Mann zu unchristlicher Zeit aus dem Haus, weil er mit den Öffis zur Arbeit musste. Ich brauchte nachmittags das Auto. Aber erst mal beide Kinder für den Tag vorbereiten: Der Große und ich machen den Anfang. Wir hören Kiraka Klicker, Nachrichten für Kinder. Das sind immer 4minütige Sendungen, die man als Podcast hören kann. Er besucht heute ein Museum mit der Klasse und ist ein bisschen aufgeregt.

Der Kleine kommt dazu, er wacht immer mit Hunger auf. Der Große verlässt das Haus, Kind2 und ich machen uns gemütlich fertig. Heute schaffe ich es, ihn in die Frühgruppe zu bringen.

Zu Hause nutze ich den Zeitpuffer, um mich zu bewegen: mir wurden die Yoga-Videos von Mady Morrison empfehlen. Ich suche mir etwas für Arme und Rücken aus und kapituliere – aber es tut gut, auch wenn ich nicht das komplette Programm schaffe. Vielleicht steig ich beim nächsten Mal doch mit einem Sonnengruß ein.

Ich arbeite und nutze die Mittagspause für Einkäufe: Im Unverpackt-Laden kaufe ich Waschmittel, Spülmittel, verschiedene Nüsse und Schokolade (NIEMALS mit Hunger einkaufen gehen!). Der Weg, das Einkaufen und Einräumen der Sachen braucht eine Stunde. Das registriere ich nur nebenbei. In den Supermarkt muss ich später trotzdem noch. Meine These ist – kurz und überspitzt: Das gute Leben ist ein Vollzeitjob. Ich koche grade viel frisch, nicht ganz, aber fast vegan. Bereite viel vor, für die Kinder und für mich. Und wir reden hier nur vom Bereich Kochen & Lebensmittel! Da versuch ich demnächst mit Zeiterfassung auszurechnen, wie viel extra-Zeit mich ein nachhaltiger Lebensstil kostet (und ich versuche auch zu erfassen, was wir an Geld dadurch einsparen…).

Noch mal kurz an den Schreibtisch, die restlichen Einkäufe erledigen und Kind2 um kurz vor drei vom Kindergarten holen. Auf den großen Bruder warten und ins Auto. Wir fahren zum Info-Nachmittag eines Kindergartens, der nach dem Umzug für das Kindergartenkind in Frage käme. Es ist eine Fröbeleinrichtung, sehr schön und Freunde von uns haben ihre Kids auch da. Alternativ ist noch der Kindergarten direkt im Ort. Ich bin ja froh, wenn wir überhaupt zeitlich passend einen Platz finden…

Als wir zu Hause ankommen ists schon kurz vor sieben. Ich mache den Kids ein paar Brote, beseitige ein bisschen Chaos und stelle für mich und den Mann Essen auf den Herd. Ich merke, dass die Kids wirklich groggy sind und bringe sie ins Bett.

Um kurz nach acht ist der Mann wieder da. Wir essen noch, eigentlich wollte ich noch: Brot backen, Haare färben, Dips vorbereiten und Falafel machen. Aber vom Abendessen sind ein paar Reste übrig, dass muss fürs Mittag reichen. Mein Mantra: Den Rest mach ich Morgen…

Ach so, wie der „Krimi“ in den Titel kam: Ich lese auf dem eReader „Durst“ von Jo Nesbro. Zugegebenermaßen unklug, immer vorm Schlafengehen. Ich weiß noch nicht, was ich davon halten sollen. Skandinavische Krimis waren mal ein Ding, ich moche eine zeitlang die Wallander-Krimis. Aber ehrlich, diese alten weißen Männer, dem Alkohol verfallen und Lonesome-Wolf mäßig unterwegs…Na laaaaangweilig. Aber gut, die Story ist spannend. Leider…

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Unser Wochenende in Bildern – Januar 2019

Ok, Donnerstag und Freitag war ich dann aber wirklich zu müde zum Tagebuchbloggen…Das war wohl noch der Ferienjetlag. Dieses früh aufstehen, schlimm. Obwohl, ich glaub, das ist es gar nicht. Es ist das Aufstehen ohne noch mal Nachschlummern zu können. Oder beides.

Naja, Samstag habe ich ausgeschlafen. Zum einen sind die Kinder inzwischen alt genug (7 und 4), sich selbst beschäftigen zu können oder ein Brot zu schmieren. Zum anderen haben sie die Ansage bekommen, dass das am Wochenende genehmigte Fernsehkontingent nicht vor 9 Uhr verfügbar ist. Wir hatten nämlich auch Morgende, die um Sechsuhr-Irgendwas starteten mit der Frage: „Können wir fernsehen?“ Wenn sie wissen, dass der Tag eh nicht mit fernsehen beginnt, schlafen sie überraschenderweise auch länger ^^.

Anschließend hat der Mann das Frühstücksprogramm übernommen und ich blieb noch eine Weile liegen. Als ich das nächste Mal die Augen öffnete, schauten mich diese Knopfäuglein an:

Am Freitag hab ich im Supermarkt noch eine Tiefkühltorte gekauft. Ich backe zwar sehr gerne, aber da ich nicht wusste, wie voll das Wochenende würde, wollte ich sicher gehen…Am Samstag taute ich diese Mandeltorte erst mal auf…

…bevor das große „Ausflugsprogramm“ beginnt. Parkettladen und Möbelgeschäft. Wir werden irgendwann im ersten Halbjahr umziehen. Der Mann und ich haben schon einen ähnlichen Geschmack, aber so langsam müssen Entscheidungen getroffen werden. Neuer Boden und wenn ja welcher? Neue Couch und wenn ja was? Lampen, Küche, diesdas. Ich habe mich natürlich in einen Holzdielenboden verliebt, den man nicht mal eben so bekommt. Hickory. In diesem Laden nur ab 120qm zu erwerben bei dreimonatiger Lieferzeit. Mal ehrlich, es gibt Dinge, von denen weiß man einfach nichts, bis man sich anfängt, damit zu beschäftigen. Na egal, vlt. finde ich solche Dielen noch woanders.

Die Kinder benehmen sich so lala, während wir Böden, Sitzecken und Lampen angucken.

Nachmittags sind wir bei Freunden zum Sommerrollenessen eingeladen. Also genau genommen, hab ich uns eingeladen, weil das immer so lecker ist.

Der Abend ist ruhig, der Mann fährt noch zu einer Lesung. Die Kids schlafen zu Hörbüchern bei uns im Bett ein. Am späten Abend trage ich sie in ihr Bett.

Sonntag. Der Morgen ist nicht ganz so entspannt, wie der vorhergehende. Keine Ahnung warum, aber die Kids stromern doch schon früh durch die Wohnung. Habe ich erwähnt, dass sie zu Weihnachten ein Schlagzeug bekommen haben? Elektrisch zwar und man kann Kopfhörer dranschalten, aber der Effekt ist gering.

Nach ihrem Fernsehprogramm machen wir ein spätes Frühstück. Ich mach aus TK-Beeren und Vanillezucker „Marmelade“, es gibt Sojajoghurt und Eier. Anschließend räumen wir die Wohnung auf. Der Mann und die Kids machen Frühjahrsputz im Kinderzimmer, ich tobe mich ein wenig in der Küche aus. Zu Mittag gibt es rote Linsen in Tomatensauße, Gemüsepfanne und Falafel. Für das Frühstück morgen backe ich Brot und Bananenbrotmuffins.

Vor dem Abendessen gibt es noch die Sendung mit der Maus.

Am Abend werden die Kinder irgendwie noch mal ungemütlich, das Fernsehprogramm war heut so kurz und überhaupt dürften sie sonst doch abends auch noch was gucken, bis Mitternacht!!! Türen knallen, ich werde von Kindergeburtstagen ausgeladen und bin eh blöd.

Ich denke, nun ist wirklich Schlafenszeit. Kind2 ist auch wirklich schnell im Land der Träume, Kind1 blättert noch im Donald Duck. Ich probiere einen der Bananenmuffins mit der selbstgemachten Marmelade. Wochenplanung mit dem Mann und nun – Feierabend! Einen schönen Wochenstart wünsch ich euch!

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Mittwoch

Uffz. Eindeutig zu müde für das Tagebuchbloggen. Aber Vorsatz ist Vorsazt. Also machen wir es kurz: Der Morgen ist dem gestrigen sehr ähnlich. Ich bringe den Kleinen zum Kindergarten und setze mich an den Schreibtisch. Feedback zum Text von gestern übernehmen und an die Recherche für die nächsten machen.

Am Nachmittag steht Waffeln backen auf dem Plan. Für die Kolleg_innen morgen. Einmal im Monat treffen wir uns alle. Die Kinder wollen natürlich mitbacken. Das Rezept hat mir meine Mutter mal aufgeschrieben, ich habe es aber immer mit Butter statt Margarine und Milch statt Wasser gemacht. Ich mache gleich die zweifache Portion, eine zweite mit veganer „Butter“ und Sojamilch. Aber trotzdem mit Eiern.

Ich hab inzwischen viele vegane Waffelrezepte ausprobiert, die mich alle nicht überzeugt haben. Ich versuche, mich jetzt selber den perfekten veganen Waffeln zu nähern. Und auch, wenn es nur bei Sojamilch und Alsan bleibt (aber mit Eiern) – so kann ich zwar nicht das Label vegan drauf packen, aber es ist nah dran, oder?

Viele haben glaube ich, das Bedürfnis, unbedingt ein Label oder eine Schublade zu haben. Ich kann das verstehen und als Ideal finde ich sowas immer richtig. Aber in der Praxis bin ich nicht perfekt genug und freue mich auch über kleine ‚Verbesserungen‘. Auch wenn ich in meine kleine twitter- oder insta-Bio dann nicht „Zero Waste/Vegan/Minimalismus/AP/Whatever“ packen kann.

Twitter hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass bald schon wieder Karneval ist. Darum hole ich die Kostüme aus dem Keller. Die Kinder freuen sich und so helfen mir Batman-Cowboy-Hexe-Wolf beim Waffeln backen.

Weil das Waffeln backen sich so in die Länge zieht bitte ich den Mann, auf dem Weg von der Arbeit eine Pizza mitzubringen, für Kochen reicht die Zeit nämlich nicht mehr.

Wie das nach so einer Küchenaktion mit Kindern ist, braucht das Aufräumen der Küche eine Weile und jetzt schau ich noch eine Runde fern und geh dann früh ins Bett. Gute Nacht!

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