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12 von 12 // August 2016

Kind2 hat seit halb 6 den Schlaf unmöglich gemacht. Da hilft nur kuscheln im Bett. Und Kaffee. 

Kaffee im Bett

Kaffee im Bett

Ich bringe die Kinder zum Kindergarten. Erst Kind1 in seine Gruppe, dann Kind2. Ich ziehe ihm die Hausschuhe an, plaudere noch kurz mit dem Vater eines anderen Kindes. Als ich mich nach meinem Kind umschaue ist es schon verschwunden! Ich geh in seine Gruppe und finde ihn bereits mit anderen Kindern ins Spiel vertieft. Ich werde  vom Kind! – rausgeworfen. 

Anschließend stehe ich mit ein paar anderen Eltern noch draußen und quatsche nett. Der Mann kommt dazu. Wir haben heut nämlich beide gleichzeitig frei!

Auf der Straße mit anderen Eltern quatschen

Auf der Straße mit anderen Eltern quatschen

Darauf gehen wir erst mal Kaffee trinken. Vor der Renovierung stand an gleicher Stelle „Dies ist ein Café für Menschen, die zum allein sein Gesellschaft brauchen“

Caffe Bud Köln Südstadt - Der Sinn des Lebens ist Leben

Der Sinn des Lebens ist Leben

Kaffee

Kaffee

Man findet sie hier überall, die „Stolpersteine

Stolpersteine

Stolpersteine

Thermomix Transparent

Thermomix Transparent

Ich muss so lachen: nachdem ich gestern auf einer Thermomixparty in einer WG mit Foodsharern und Student*innen war und der Mann per whatsapp in regelmäßigen Abständen äußerte, was fürn überflüssiges Quatschgerät das sei – stellte heute der Obs un Jemös- Händler unseres Vertrauens dieses Transparent auf während wir dran vorbei gingen. „Das ist ein Zeichen!“ flüster ich zum Mann. „Quatschgerät“ sagt der.

Mein Notebook

Mein Notebook

Ich erledige ein paar Emails auf dem in die Jahre gekommenen Notebook. Ob es darauf schon Sammlerpreise gibt?

Beim Kinderarzt

Beim Kinderarzt

Mit Kind1 beim Kinderarzt, Verband wechseln. Das war das erste Mal nach der OP, dass ich die Wunde gesehen habe. Ich vertrag ja Einiges aber ich war froh, dass ich hinter dem Kind stand! Ne ganz schön lange Naht geworden! Und ich dachte, da wären dünne Drähte im Arm, aber es waren richtige Metallnägel die aus dem Arm guckten ???? Verheilt aber alles gut…

Nachmittags treffen wir uns auf dem Spielplatz. Eine Kindergartenfreundin von Kind1, die im Januar nach England gezogen ist, ist zu Besuch. Die Kinder freuen sich sehr übers Wiedersehn…

Auf dem Spielplatz

Auf dem Spielplatz

Übermüdet gehen wir alle nach Hause. Sind ja nur fünf Etagen ohne Fahrstuhl…

Im Treppenhaus

Im Treppenhaus

Dankeskarte

Dankeskarte

„Außerdem vielen Dank für 5 Jahre Lust aufs Kinderkriegen machen“ – das schönste Kompliment, das einem frisch gebackene Eltern machen können, oder? Der Patenonkel von Kind2 und seine Freundin sind letzten Monat Eltern geworden. Ich bin soooo gerührt. Und hoffe sie merken nicht so schnell, dass wir all die Coolness die letzten Jahre nur gespielt haben. 

Sesamstraße

Sesamstraße

Abendritual mit der Sesamstraße. Anschließend gehen die Kids aber nicht ins Bett, sondern spielen noch… „Ist dir auch so langweilig wie mir?“ hör ich Kind1 zu Kind2 sagen. Ich hoffe, das heisst das sie bald schlafen…

Gute Nacht!

Mehr 12 von 12 wie immer bei Draußen nur Kännchen 

 

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Ein Wochenende mit Waldspielplatz und Neffenbesuch

Endlich komme ich mal wieder dazu, ein Wochenende in (wenigen) Bildern zu verbloggen. Zugegeben, wenn ich alleine mit den Kindern bin, schaffe ich das mit den Fotos kaum, nicht mal mit dem Smartphone. Kind2 bedarf Dauerbeaufsichtigung. Noch.

Wasserpfad Diepeschrather Mühle

Wasserpfad Diepeschrather Mühle – Ein Kind läuft übers Wasser, eines fällt hinein

Zum Beispiel um nicht ins Wasser zu fallen. Am Samstag ist der Mann arbeiten. Der Patenonkel von Kind2 ruft an und fragt, ob wir was vorhaben. Er hat ein neues Objektiv für seine Kamera gekauft, was er irgendwo Draußen testen will. Wir fahren mit ihm und seiner hochschwangeren Freundin Richtung Bergisch Gladbach. Logistisch für mich immer eine Herausforderung: Alle Sachen für einen ganzen Tag, Kind1 möchte sein Fahrrad mitnehmen, Kind2 den Roller…Picknickdecke, Proviant, Wechselklamotten. Schwupps, ist das Auto voll.

Wir kommen gegen ein Uhr an, der wirklich schöne Wald- und Wasserspielplatz ist fast leer – noch, das ändert sich bald. Ist ja das erste Ferienwochenende.

Wochenende in Bildern - am Wasserspielplatz

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Die Kinder sind unheimlich zufrieden draußen. Immer wieder erstaunt es mich zu sehen, wie die Beiden an der Luft zufrieden sind. Kind1 fährt immer wieder mit seinem Fahrrad durch die Gegend, Kind2 plantscht im Wasser oder schaut den anderen Kindern beim Spielen zu.

Kind1 auf dem Fahrrad

Kind1 auf seinem Fahrrad. Fotografiert von Pascal Askamp

Der einzige Schreckmoment, als Kind2 in oben zu sehendem Gewässer landet. Aber der Schreck ist größer als alles andere. Ich tröste meine Kinder trotzdem immer und meine es auch ernst: Kummer muss weg getröstet werden. Vielleicht grade deswegen währt der Kummer nie lang. Eine Minute später startete Kind2 den nächsten Versuch der Teichüberquerung.

Frosch im Wald

Es froscht um den Waldspielplatz und das neue Objektiv vom Patenonkel ist sein Geld wert

Gegen sechs Uhr packen wir ein und fahren zurück. Es passiert, was passieren musste: Kind2, ohne Mittagsschlaf, pennt im Auto ein. Zu Hause kämpfe ich mit den beiden Kindern um das Einschlafritual. Kind1 geht irgendwann freiwillig aus dem Elternbett rüber in Seins, Kind2 turnt bis 22.20 Uhr durchs Bett…

Die Zeit im Bett verlängern

Ich erschleiche mir eine extrahalbe Stunde

Am nächsten Morgen zögere ich das Aufstehen hinaus, in dem ich die Kinder pädagogisch wertvoll eine Folge Sendung mit der Maus von letzter Woche erlaube. So bleibt mir etwas mehr Zeit, die kurze Nacht über einem Kaffee zu vergessen.

Der Mann leistet uns bald Gesellschaft. Wir packen unsere Sachen für unseren heutigen Ausflug: Mein BesterFreundSohn Neffe hatte am Montag seinen vierten Geburtstag und heute fahren wir ihn besuchen. Kind1 freut sich unglaublich und ich freue mich, wie gut die Beiden sich miteinander verstehen. Schlimm, wenn die eigenen Kinder und die der besten Freund_innen nicht miteinander klar kommen, oder? Da mach ich mir hier keine Sorgen.

Rutsche und Planschbecken im Garten

Ein Garten ist schon toll

Der beste Freund hat ein Häuschen mit Garten und ich bin schon sehr neidisch. Oft fehlt mir in unserer Dachgeschosswohnung ohne Balkon die Möglichkeit, einfach die Tür zu öffnen und die Kinder zum Spielen raus zu lassen. Andererseits denke ich manchmal, statt Einfamiliengärten an Einfamilienhäusern bedarf es schöner, familienfreundlicher Grünflächen für Alle. Gärten können auch isolieren, aber vielleicht ist das auch nur der kleine Griesgram in mir. Wir haben den Tag jedenfalls sehr genossen, auch wenn Kind2 eine sehr müde und anhängliche Phase hatte.

Auch hier auf dem Rückweg das gleiche Spiel: Beide Kinder schlafen ein, wehren sich gegen das Aufwachen, essen wollen sie sowieso nichts mehr…Bin ich froh, wenn sie alt genug sind, um lange genug fit zu bleiben! Es ist ja nicht so, dass wir bis 20:00 Uhr oder länger geblieben sind. Und um fünf wollen wir auch nicht zurück, zumal dann ja oft das gleiche Drama passiert.

Zu Hause essen wir noch etwas Sushi, der Mann räumt auf während ich Kind2 in den Schlaf begleite, Kind1 ist auch heute wieder in sein eigenes Bett gekrochen und ich frage mich wieder, wie es meine lieben Bloggerfreundinnen manchmal schon vor 18:00 Uhr schaffen, ihr Wochenende in Bildern zu verbloggen.

Morgen startet die erste Woche, in der der Kindergarten geschlossen hat und die letzte Woche vor unserer Reise nach Kroatien.

Habt einen guten Wochenstart!

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Vom Großen Ganzen und dem Klein Klein des Alltags

Neulich abend setzte ich mich hoch motiviert an den Rechner und wollte loslegen. Endlich wieder schreiben. In meinem Hirn waren bestimmt ein Dutzend Blogbeiträge fast fertig geschrieben. Tolle Ideen habe ich, die ich nur endlich in die Tastatur hauen müsste.

Aber wen interessiert das Alles? Fragt dann ein fieser kleiner Gnom in meinem Hinterstübchen.

Äh, wie bitte? kontert mein Ich, also Ich-Ich. Aber im Prinzip ist damit mein Grundkonflikt gut zusammen gefasst.

Ich öffne den Rechner und lese Nachrichten. Öffne Links aus meiner Timeline bei facebook oder twitter. Und fühle mich erstarrt. Es sind selten gute Nachrichten, dieser Tage, die man liest und nein, damit meine ich nicht den Xten Promi der gestorben ist. Ich meine Flucht, Vergewaltigung, AfD und Donald Trump. Um nur einen klitzekleinen Ausschnitt zu nennen.

Ich sitze auf der Arbeit und frage mich: Was mache ich hier eigentlich? Das, was ich tue, ändert nichts. Niemand stirbt, wenn ich jetzt meinen Stift fallen lasse und gehe! Daraus wird in nullkommanix eine Frage zum Sinn des Lebens.

Dramatik kann ich! 

Also versuche ich mich zu erden. Atme ein, atme aus. Suche Ankerpunkte in meinem Alltag. Überlege wie ich im Kleinen vielleicht nicht die Welt retten kann. Aber den Schmetterlingseffekt nutzen: Das mir Bestmögliche tun, im Kleinen, damit es vielleicht Kreise zieht. Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich, still und leise…

Keine Ahnung, warum das hier so melodramatische, philosophische Züge annimmt. Eigentlich suchte ich nur nach einer Erklärung dafür, warum diese ganzen Texte in meinem Kopf nicht raus wollen. Und das ich mir vorgenommen habe, statt dessen einfach ein bisschen Alltag zu verbloggen, damit ich das Schreiben nicht verlerne. Über einen ganz normalen Montag zum Beispiel:

Benachrichtigung an der Kita-Tür

Die Kita öffnet erst ab 9:00 Uhr

Ich stehe um halb sieben auf. Der Mann und die Kinder schlafen und das tun sie auch noch, als ich eine Stunde später das Haus verlasse und mich aufs Fahrrad schwinge. Fünf Minuten später eine Nachricht in der Kita-Whats-App Gruppe von Kind1: Aufgrund Personalmangels kann die Kita erst um Neun öffnen, also wenn die anderen Erzieherinnen da sind. Und dann gilt: Wer zuerst kommt, malt zuerst. Ich bin zum x.ten Mal seit wir in dieser Kita sind dankbar, dass wir nicht beide Vollzeit arbeiten. Grade erst letzte oder vorletzte Woche konnte wegen eines Wasserschadens dort erst um 9:30 geöffnet werden. Eine der Gruppen musste sogar für einige Tage in die Räumlichkeiten eines anderen Kindergarten umziehen. Die Gruppe von Kind1 ist seit dem Wasserschaden in der Turnhalle untergebracht… Der Mann fragt in der WhatsApp Gruppe rum, wer noch mit in den Zoo käme (man macht ja schließlich das Beste draus), aber die anderen Eltern müssen dann doch irgendwie den Arbeitstag organisiert kriegen.

 

Der Rhein und der Dom von der Rodenkirchener Brücke

Der Rhein und der Dom – mein Arbeitsweg vom Fahrrad aus – #LiebeDeineStadt

Ich schmunzle noch über die TeufelWutKackeSmileys die in der KindergartenWhatsappGruppe verschickt werden um die Laune mitzuteilen und fahre am Rhein entlang zur Arbeit.

Gestern Abend, als ich mal wieder das Gefühl hatte, eine grauen Arbeitswoche vor mir zu haben fasste ich einen Beschluss:

 

Mit knalligem Pink trug ich im Kalender all die kleinen Highlights ein, die mich in dieser Woche erwarten würden:

Die Mittagspause mit spannendem Buch zum Beispiel. Yoga am Montag Abend. Dienstag Abend kommt meine Schwester und ich werde ihr Unbreakable Kimmy Schmidt zeigen. Nachdem ich in der Zeit, als der Mann beruflich weg war Orphan Black durchgeguckt habe, brauchte ich jetzt was Witziges. Meine Schwester könnte den Humor mögen. Am Mittwoch die Teamsitzung mit den netten Kolleginnen aus der anderen Einsatzstelle. Am Donnerstag mit dem Mann klettern…ihr versteht? Manchmal erwarte ich vom Leben, dass es mir das große Gesamtbild zeigt. Aber das ist ein bisschen viel verlangt und es hilft (mir), sich auf das Hier und Jetzt zu besinnen. Binsenweisheit, I know, aber im Alltag eine echte Herausforderung für mich.

Ich lese grade Laufen. Essen. Schlafen. von Christine Thürmer

Ich lese grade Laufen. Essen. Schlafen. von Christine Thürmer

Als ich neulich in der Buchhandlung „nur“ einen Reiseführer für unseren Kroatienurlaub holen wollte, fielen mir auch ein paar andere, spannende Reisebücher ins Auge. Das obige nahm ich spontan mit. Ich meine, ich tauge wohl nicht zum Wandern, schon gar nicht zum Ultraleichtwandern. Aber mich faszinieren Reiseberichte aller Art und ich interessiere mich für die Motive und Erlebnisse, die Menschen bei solchen Touren machen. In der Mittagspause lese ich ein paar Seiten. Schlimm, dieses Fernweh! Die restlichen Minuten meiner Mittagspause nutze ich noch um unsere Unterkünfte für die Zwischenstopps auf dem Weg nach und von Kroatien zu buchen. Wir haben letztes Jahr so gute Erfahrungen mit Jugendherbergen gemacht, dass wir diesmal wieder dort übernachten wollen. Auf dem Hinweg bei Salzburg, auf dem Rückweg in München. Die Jugendherberge in München ist so günstig, dass ich überlege dort als Familie mal ein Wochenende zu planen.

Der Mann schickt mir ein Foto zur Arbeit: Eine Überraschung für mich...

Was ist es? Schenkt mir der Mann wirklich ein neues MacBook???

Pling, macht mein Handy, ein Foto vom Mann. Also ein Foto, welches der Mann geschickt hat. Zu sehen ist…ein MacBook? Unterm Foto steht: Überraschung ist angekommen! Ah ja, hat er sich ein Neues gegönnt? Frag ich auch umgehend. Nee nee, das sei für mich.

Oooookay. Der Mann ist nicht geizig, aber zu überteuerten Geschenken neigt er auch nicht. Zumal mir kein aktueller Anlass bewusst ist. Hat er was kaputt gemacht? Er antwortet aber nicht auf meine Nachfragen. Statt dessen schickt er Fotos aus dem Zoo:

Der Spielplatz im Kölner Zoo

Kind2 und Kind1 auf den Schaukeln im Zoo. Die eigentliche Attraktion ist nämlich der vor zwei oder drei Jahren komplett erneuerte Spielplatz


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Um fünf verlasse ich das Büro und radele eine Stunde zurück. Ich habe anderthalb „Über“stunden gemacht, damit ich in anstehenden Stresszeiten oder wenn Kind2 im August in den Kindergarten kommt ein wenig Puffer habe falls die Zeit mal knapp wird. Vereinbarkeit ist in meinem aktuellen Job glücklicherweise kein Thema.

Ich treffe den Mann und die Kinder vorm Supermarkt. Kind1 kommt auf mich zugerannt und nimmt meine Hand und lässt sie, bis wir zu Hause sind nicht mehr los. Obendrauf sagt er noch im Supermarkt: Ich liebe Dich, Mama!

Hachzmomente, die man nicht auf dem Foto festhalten kann! Ich freue mich und denke: Es hat auch wirklich Vorteile, wenn man selber die Person ist, die morgens das Haus verlässt um arbeiten zu gehen. Erhält die Sehnsucht auf beiden Seiten 😉

Ich tue so, als hätte ich die Überraschung fast vergessen. Und sehe dann das:

Ein Taschenspiegel im MacBook Design

Das vermeintliche MacBook entpuppt sich als MacTaschenspiegel!

Das vermeintliche MacBook entpuppt sich als Taschenspiegel! Mehr müsst ihr über den Humor vom Mann nicht wissen.

Der Erstgeborene meines besten Freundes hat Geburtstag, er wird vier. Da der beste Freund für mich zu meiner (Wahl)familie gehört, nenne ich seine Kinder auch meine Neffen. Kind1 und ich rufen also meinen Neffen an um ihm zum Geburtstag zu gratulieren. Ein Hoch auf FaceTime, ich glaub für Kinder ist diese visuelle Kommunikation ein Traum. Kind1 liebt seinen „Cousin“ und fragt, wann wir endlich dort hinfahren. Ja doch Kind, bald, am Wochenende schon. „Ich liebe meinen Onkel, Mama“ – Kind1 ist heute also voll der Liebe und neiiiiiin, das entwertet seine Liebe für mich kein bisschen.

Der Mann macht Kartoffelpü, Spinat und für die Kinder Fischstäbchen, für mich gibt es veganes Gebratenes. Aber nur ein bisschen, denn ich geh ja noch zum Yoga.

Yoga – it’s worth it.

Ich überlege schon länger, meinen sportlichen Aktivitäten einen eigenen Beitrag zu widmen. Nach vielen Versuchen, für mich einen passenden Sport zu finden habe ich zwei Sportarten gefunden, die mich dauerhaft begeistern (und ich befürchte, im letzten Urlaub hab ich eine dritte gefunden, dazu ein andern mal mehr): Klettern und Yoga. Warum grade diese Sportarten kann ich mir so erklären:

Beim Klettern muss man sich voll konzentrieren und beschäftigt fast alle Muskelpartien. Da ich  mich wirklich voll darauf fokussieren muss, wo ich mit Beinen oder Händen als nächstes Halt finde, komme ich nicht zum Denken. Und das wünsche ich mir beim Sport. Darum klappt bei mir Laufen zum Beispiel nicht: Da dreht und dreht sich das Gedankenkarussell.

Beim Yoga zwar auch, aber nachdem ich mich durch verschiedene Stile probiert habe und bei einem dynamischen Vinyasa-Yoga hängen geblieben bin habe ich zumindest anschließend das Gefühl mein Hirn würde runter fahren. Während der Yogastunde selber schreibe ich – im Kopf – Einkaufslisten, Blogbeiträge, Kapitel meiner Doktorarbeit…aber schon bei der anschließenden Entspannung schlafe ich beinahe ein.

Ein weiterer Faktor für mich beim Sport: Meine Leistung darf nicht die der anderen beeinflussen (darum ist Teamsport wie Volley- oder Basketball nichts für mich), meine Leistung soll nicht „bewertet“ werden (sowas wie Laufzeiten und Co.) und Körperkontakt mit anderen sollte möglichst vermieden werden (wie zum Beispiel beim Kampfsport oder Capoeira). Ich habe mich durch wirklich viele Sportarten probiert bis ich all diese Faktoren für mich raus hatte. Jetzt weiß ich, was ich beim Sport will und kann somit eine Menge Sportarten schon mal vorneweg ausschließen.

Vor einigen Wochen fragte bei twitter Jemand in etwa sowas wie:

Wie motiviert ihr euch zum Sport?

Ich musste Schmunzeln. Denn zu fragen, wie ich mich zum Yoga oder zum Klettern motiviere ist in etwa so, wie ein Kind zu fragen wie es sich zum Eis essen motiviert. Man muss sich zu etwas motivieren, wenn es keinen Spaß macht! Zum Yoga oder Klettern muss ich mich nicht motivieren, da muss ich nur Zeit schaffen oder einen Babysitter organisieren um hinzugehen. Motivieren musste ich mich zu den Sportarten, die nicht zu mir passten. Motivieren muss ich mich zum Sport, wenn ich Sport mache um ein abstraktes Ziel zu erreichen: Abnehmen, fit werden weil die Orthopädin das gesagt hat…

Vom Yoga zurück geh ich schnell duschen, esse meine zweite Dinnermahlzeit und setz mich zum Mann auf die Couch. Der guckt Walking Dead, dessen Handlung ich nicht kenne. Das Geschrei, das ich mit einem Ohr höre interpretiere ich immer als: Kreischende Frau weint um ihr zum Zombie gewandeltes Kind, das von einem jungen Mann aus dem noch guten Menschenteam erschossen werden muss. Oder geht’s da noch um mehr?

Ich blogge, der Mann guckt zum runter kommen nach den Zombies noch ein paar Katzenvideos und teilt sie auf meiner Facebook-Pinnwand.

Und ich bin überrascht, was an einem ganz normalen Montag eigentlich so los ist. Und bei euch?

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Neuer Job – neuer Alltag

Wieder zwei Monate des neuen Jahres rum. Ein Sechstel also schon. Hallo? Kann die Zeit mal kurz still stehen, damit ich durchatmen kann?

Seit Anfang des Jahres habe ich einen neuen Job. 30 Stundenwoche, 1-2 Stunden pendeln täglich (je nach Verkehrsmittel), ansonsten zeitlich recht flexibel (so flexibel wie 30 Stunden sein können). Meistens fahre ich die Strecke mit dem Fahrrad, weil der Weg wirklich schön ist. 40 Minuten lang den Rhein hoch, erst links- dann rechtsrheinisch. Mein Büro ist leider aus der Kategorie Besenkammer und ich hab ja leider nicht so ein Händchen für Raumdeko, aber ich werde vermutlich ein, zwei Orchideen ans Fenster stellen, in der Hoffnung dass das Chi dadurch besser wird.

Das Beste an dem Job war, dass meine Kinder kein Thema sind/waren. Im besten Sinne. Im Vorstellungsgespräch schielte ich irgendwann auf meine Bewerbungsunterlagen, die meine Vorgesetzte vor sich liegen hatte um mich zu vergewissern, ob ich die Kinder im Lebenslauf stehen hatte oder nicht. Hatte ich aber, wie in den letzten Bewerbungen immer.

Die erste Zeit klappte recht reibungslos, Mann zu Hause, Kinder gesund. Trotzdem blieb wenig Zeit, und gab es doch welche nutzte ich sie statt zum Bloggen zum Freund_innen treffen, Lesen oder Sport machen. Die Nächte waren unruhig. Kind2 schläft immer noch bei uns im Bett und meinem Schlaf tut das nicht ganz so gut. Er schläft unruhig

In der letzten Woche fing der Montag mit einem hustenden Minime an. Ich blieb also zu Hause. Wir machten uns einen gemütlichen Tag. Dienstag ging er schon wieder in den Kindergarten, ich zur Arbeit. Mittwoch und Donnerstag hatte ich Urlaub, weil ich einen Vortrag in Hamburg über Alltagssexismus und Sexismus im Netz hielt. Bis Dienstag abend stand das aber noch auf kippligen Beinen, weil sich die Tagesmutter krank meldete und unsere Babysitterin ihren Sohn grade selber bei einer Tagesmutter eingewöhnte. Aber kurz bevor ich die Mail mit der Absage raus schicken wollte, schrieb die Babysitterin, dass die Eingewöhnung ihres Kindes ausfällt, weil bei ihrer Tagesmutter alle Kinder krank sind. Das ist so passend, wie wenn man es nicht rechtzeitig zum Bahnhof schafft, aber der Zug dann Verspätung hat. Selten, stressig, aber gut.

Hamburg war ein schöner Ausflug. Mit viel Lesen im Zug, Gesprächen mit interessanten und interessierten Menschen und einer Hotelübernachtung inklusive durchgeschlafener Nacht. Am nächsten morgen bin ich recht früh wieder zurück und habe also leider viel zu wenig von dieser schönen Stadt und ihren lieben Leuten gesehen. Donnerstag abend holte ich Minime von seiner Kindergartenfreundin ab. Er saß auf dem Sofa und an seiner Socke sah ich: BLUT! Er hatte sich am Vortag, als ihn die Babysitterin abholte, den Zeh in der Feuertür gequetscht. Die wollte er zuhalten, damit sein kleiner Bruder nicht abhaut. Dabei zog er sie über seinen Zeh. Davon wusste ich aber nichts (Murphy ey), ich zog ihm die Socke aus und sah einen blau-roten Zeh mit Kruste. Uiuiui. Tapferer kleiner Minime, der sich nicht beschwerte. Empört fotografierte ich den Zeh und schickte das Bild an den Mann. „Damit biste nicht zum Arzt?“ Der Mann versicherte, als er zuletzt drauf geguckt habe, hätte der Zeh noch nicht so schlimm ausgesehen.

Am Freitag rief ich beim Kinderarzt an, der mich direkt an den benachbarten Chirurgen/Orthopäden überwies, da der auch ein Röntgengerät hat. Von 9 bis ca. halb zwölf saßen wir also in der Praxis um dann zu hören, dass der Zeh angebrochen sein KÖNNTE, ansonsten aber nichts zu tun sei, als den Zeh mit einem Mullverband und Wundspray sauber und feucht zu halten, um am Montag noch mal vorstellig zu werden. Minime hat alles mit Bravour über sich ergehen lassen. Anschließend bin ich mit ihm ins Büro. Das Notwendigste erledigt und dann wieder nach Hause. Insgesamt war ich also anderthalb Tage in der Woche im Büro…

Das Wochenende war herrlich. Am Samstag sind wir spontan in die Heimatstadt vom Mann und mir gefahren. Die alte Disko in der wir uns damals aus sicherer Entfernung angehimmelt haben, machte am hellichten Tag auf um ein paar Bands spielen zu lassen. Die Kinder eingepackt und hin. War schon seltsam, bei Tageslicht vor diesem alten Gebäude zu stehen, einer ehemaligen Schachtanlage. Bei Tageslicht und neu renoviert (aktuell ist dort ein Projekt für Lanzeitarbeitslose untergebracht und ein Schulgarten) war es so ohne den abgerockten Charme, den es früher hatte. Anschließend sind wir noch zum Flughafen der Stadt, ein kleiner Flughafen von dem Segelflugzeuge und Fallschirmspringer_innen starten. Diesen Flughafen gab es auch schon, als ich dort noch wohnte aber ich war nie dort. Heute gibt es ein Café und Kinderspielplatz und wir kommen bestimmt noch mal wieder wenn die Sonne scheint.

So sieht das Leben grade aus. Jetzt im März wird Minime, mein „Kleiner“ schon fünf Jahre alt. Noch mal HALLO? Wo ist die Zeit hin? Es hilft nichts, die geht vorbei und vorbei und vorbei.

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